Tausende beobachten Planeten vor Sonne
Venus lockt tausende Schaulustige

Nicht nur das schöne Wetter hat am Dienstag Sonnenanbeter aus aller Welt ins Freie gelockt. Mehrere Tausend Menschen beobachteten den ersten Venusdurchgang seit mehr als 120 Jahren. Wahrnehmbar als kleiner schwarzer Punkt zog die Venus 43 Millionen Kilometer von der Erde entfernt vom frühen Morgen an vor der Sonne vorbei.

HB FREIBURG/KÖLN. „In ganz Deutschland und in weiten Teilen Mitteleuropas hatten wir für die Beobachtung des Venustransit ideale Bedingungen“, sagte Hubertus Wöhl vom Freiburger Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik. Es habe klare Sicht geherrscht, Wolken hätten den Blick nur vereinzelt gestört. Die Venus zog als kleiner schwarzer Punkt von 7.20 Uhr an innerhalb von sechs Stunden vor der Sonne vorüber.

Für die Wissenschaft war der Anblick interessant, um mehr über die Zusammensetzung Venusatmosphäre zu erfahren. Durch die Kraft der Sonne sei die Venus-Atmosphäre sehr gut zu sehen gewesen, sagte Wöhl. Die Beobachter hätten die Strahlung der Sonne genutzt, um die heiße Atmosphäre der Venus zu durchstrahlen. In dieser seien mittels spezieller Instrumente Anteile - etwa des häufigsten Gases Kohlendioxid - analysiert worden. Dieses Verfahren sei nur bei einem Venustransit möglich. Die bei der Beobachtung am Dienstagvormittag gesammelten umfangreichen Daten, Fakten und Bilder würden nun ausgewertet.

Die undurchdringliche Venusatmosphäre bestehe zu 96 % aus Kohlendioxid. Ihr Treibhauseffekt heize die Temperaturen auf bis zu 500 Grad Celsius auf, so dass an der Venusoberfläche sogar Blei schmelze. Der Luftdruck sei 90 Mal so hoch als auf der Erde, und Wolken konzentrierter Schwefelsäure hängen in der Luft.

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