Tausende evakuiert
Neue Waldbrände in Spanien

Mehrere Waldbrände haben am Wochenende in Spanien, Rumänien und an der türkischen Schwarzmeerküste erneut zu Verwüstungen geführt. An der Costa Brava im Nordosten der iberischen Halbinsel mussten zeitweise mehr als 12 000 Einwohner und Urlauber von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden.

HB/dpa MADRID/KARABÜK/BUKAREST. 17 Wohnsiedlungen, vier Campingplätze sowie Appartement-Anlagen in der Gegend um den Badeort Platja d'Aro seien vorsorglich evakuiert worden, teilten die Behörden mit. Auch ein Wasserpark und ein Kaufhaus wurden geräumt. Mehrere Menschen erlitten leichte Rauchvergiftungen. Auch in der türkischen Schwarzmeerprovinz Karabük brannten am Wochenende hunderte Hektar Wald- und Bergland. Mehr als 100 Feuer wurden in rumänischen Wäldern gezählt.

Am Samstagabend brachte die spanische Feuerwehr den Brand an der Costa Brava unter Kontrolle, die Betroffenen konnten in ihre Häuser zurückkehren. Die Flammen zerstörten eine Fläche von rund 350 Hektar Pinienwald und Gebüsch. Als Ursache gilt Brandstiftung. Augenzeugen hätten einen Motorradfahrer beobachtet, der möglicherweise das Feuer gelegt habe. Ein weiterer Brand bei Buñol in der Region Valencia fraß sich durch 1200 Hektar Unterholz. Bei Benissa an der Costa Blanca war am Sonntag ein dritter Brand weiter aktiv. Der Wind fache die Flammen immer wieder an, teilte die Feuerwehr mit. Eine Fläche von rund 150 Hektar sei verwüstet worden.

Bei verheerenden Bränden waren in den ersten beiden Augustwochen in Spanien und Portugal bereits Zehntausende Hektar Wald vernichtet worden. In Spanien kostete die inzwischen abgeklungene Hitzewelle nach neuesten Angaben 106 Menschen das Leben.

In der türkischen Schwarzmeerprovinz Karabük schafften es Hunderte von Feuerwehrleuten am Sonntag, einen Waldbrand unter Kontrolle zu bringen. Das Feuer hatte sich innerhalb von zwei Tagen auf 500 Hektar Bergland ausgeweitet. Die Flammen waren immer wieder vom Wind angefacht worden. Außerdem wurden die Löscharbeiten durch das unwegsame Gelände erschwert. Unterstützung erhielten die Brandbekämpfer von vier Löschflugzeugen und drei Hubschraubern. Die Ursache des am Freitagnachmittag ausgebrochenen Feuers sei noch unklar, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

In den rumänischen Südkarpaten brach ein Feuer am Sonntag in einem Nadelholzwald mit über 100 Jahren alten Tannen aus. Feuerwehr und Helfer gruben Schneisen im unwegsamen Gelände, um den Flammen Einhalt zu gebieten, meldete die Nachrichtenagentur Mediafax. Die Gefahr von Flächenbränden sei angesichts der extremen Trockenheit des Pflanzenreichs, der hohen Temperaturen und des auffrischenden Windes besonders groß, hieß es. In vielen Gebieten Rumäniens hat es seit Monaten nicht geregnet.

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