Tausende Menschen in Sicherheit gebracht: Flut überschwemmt weite Teile Neuseelands

Tausende Menschen in Sicherheit gebracht
Flut überschwemmt weite Teile Neuseelands

Tausende Menschen sind wegen der Jahrhundertflut in Neuseeland in die Flucht getrieben oder von der Außenwelt abgeschnitten worden. Die Behörden riefen in mehreren Regionen den Notstand aus.

HB WELLIGTON. Seit vier Tagen gingen in Neuseeland starke Regenfälle nieder, die teilweise auch am Dienstag anhielten. Flüsse wurden zu reißenden Strömen. Mehrere Häuser wurden unterspült oder fortgerissen. „Da war eine mindestens 100 Meter breite Wand aus Wasser“, sagte der 72-jährige David Small aus Feilding, der aus seinem überschwemmten Haus geflüchtet war, im Rundfunk. Das 96 Jahre alte Haus seines Nachbarn wurde von den Fluten fortgerissen.

Die Stadt Waitotara auf der Nordinsel stand am Dienstag fast vollständig unter Wasser. In den Regionen von Rangitikei und Manawatu warteten hunderte Menschen seit drei Tagen in Schulen und Hallen auf eine Normalisierung der Lage. Helfer bemühten sich, zahlreiche unterbrochene Verkehrsverbindungen auch rund um die Hauptstadt Wellington wieder freizumachen. Die Strom- und Wasserversorgung und Telefonverbindungen seien vielfach unterbrochen.

In Wellington wurde ein Hafengebäude durch einen Erdrutsch zerstört. „Es war wie ein Erdbeben, und das ganze Haus wurde nach vorne geschoben“, sagte der Besitzer.

Mindestens 1 000 Menschen mussten am Dienstag in Picton auf der Südinsel vorübergehend in Sicherheit gebracht werden, da ein Staudamm zu brechen drohte. Nachdem Techniker den Damm inspiziert und gesichert hatten, konnten die Menschen nach Hause zurückkehren. „Manche Bauern haben alles verloren“, sagte Tom Lambie, Präsident des Bauernverbands. Die Behörden warnten vor durch Tierkadaver verunreinigtem Wasser.

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