Tauziehen ums Berliner Riesenrad
„London-Eye“ bekommt Konkurrenz aus Berlin

Wer Berlin von oben bewundern möchte, muss demnächst nicht zwangsläufig den Fernsehturm am Alexanderplatz besteigen. Zwei Investorengruppen planen den Bau eines Riesenrades. Wer den Zuschlag vom Berliner Senat bekommt, steht noch nicht fest. In einem ist sich die Konkurrenz aber einig: Ein neuer Höhen-Weltrekord muss her.

HB BERLIN. Wer Berlin von oben bewundern möchte, kann das zum Beispiel vom Fernsehturm am Alexanderplatz oder vom 80 Jahre alten Funkturm am Messegelände aus tun. Jetzt soll es mindestens ein weiteres Wahrzeichen mit Aussichtsmöglichkeit aus luftiger Höhe geben: Zwei Investorengruppen wetteifern seit Monaten unabhängig voneinander beim Senat um den Zuschlag für Riesenräder. Mit bis zu 185 Metern Höhe sollen die Projekte einen neuen Weltrekord aufstellen - drei Meter höher als das Riesenrad in Las Vegas. Der Senat allerdings will nur ein Riesenrad zulassen.

Die „World Wheel Berlin Holding“, hinter der internationale Investoren stehen, plant den Bau im westlichen Zentrum Berlins direkt am Zoologischen Garten. Der Konkurrent, die amerikanische Anschutz Entertainment Group, will ihr Riesenrad in unmittelbarer Nähe der „O2-World-Arena“ im Ostteil der Stadt an der Spree nahe dem Ostbahnhof errichten.

Nach Angaben beider Investorengruppen soll Baubeginn etwa Oktober 2007 sein. Die ersten Passagierfahrten in den jeweils 40 Gondeln mit je 28 Sitzplätzen sollen im Herbst 2008 starten. Auch im Preis kalkulieren beide Gruppen mit etwa 120 bis 150 Millionen Euro Investitionskosten auf fast gleicher Höhe. Eine Entscheidung wird wohl erst im Herbst fallen, mit einem Zuschlag noch vor den Berlin- Wahlen am 17. September wird eher nicht gerechnet. Der Senat verhält sich abwartend. „Natürlich kann es in Berlin am Ende nur ein Riesenrad dieser Dimension geben, aber wir halten sowohl den Zoo als auch den Ostbahnhof für geeignet“, sagt die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Manuela Damianakis. Aus der Finanzverwaltung sind alles in allem mehr Signale für das Projekt am Zoo zu vernehmen. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) ist im Wahlkampf vorsichtig mit Prognosen und lässt vieles offen: „Es wird darum gehen, wer das überzeugendste Konzept hat und wer der Schnellste ist.“

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