Taxen bald auch rauchfrei
Generelles Rauchverbot bei Daimler-Chrysler

Raucher müssen sich wohl vielerorts bald warm anziehen. Auch wenn eine bundeseinheitliche Lösung zum Rauchverbot in Gaststätten unwahrscheinlich erscheint müssen Raucher an immer mehr Orten draußen bleiben.

HB STUTTGART. Vom 1. Juli an wird beim Autobauer Daimler-Chrysler in allen Gebäuden in Deutschland von der Verwaltung bis hin zu den Produktionshallen ein generelles Rauchverbot gelten. Einen entsprechenden Beschluss von Vorstand und Gesamtbetriebsrat für die rund 150 000 Beschäftigten im deutschen Bereich des Konzerns gab Daimler-Chrysler am Montag in Stuttgart bekannt. Die Regelung gelte für alle Mitarbeiter, Führungskräfte und den Vorstand, heißt es in einer Erklärung. Daimler-Chrysler garantiere damit allen Beschäftigten im Rahmen der Gesundheitspolitik des Unternehmens einen rauchfreien Arbeitsplatz. In Außenbereichen würden für Raucher „Unterstände“ zur Verfügung gestellt.

Der Vorstandsvorsitzende von Daimler-Chrysler Dieter Zetsche sagte: „Der konsequente Schutz von Nichtrauchern vor den Gefahren des Tabakrauchs ist ein weiterer wichtiger Baustein im Rahmen der Gesundheitspolitik unseres Unternehmens.“ Personalchef Günther Fleig kündigte „spezielle Nichtraucherprogramme“ an. Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates Erich Klemm sagte: „Es geht uns nicht darum, Raucher zu diskriminieren oder auszugrenzen. Aber diejenigen, die für sich beschlossen haben, nicht zu rauchen, dürfen nicht gezwungen werden, am Arbeitsplatz, in der Pause oder auf dem Weg dahin den Rauch anderer einzuatmen.“

Nach einer Umfrage des Wirtschaftsmagazins „impulse“ unter 275 Mitgliedsunternehmen der Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer gilt inzwischen mit 45,5 Prozent bei fast der Hälfte ein absolutes Rauchverbot.

Rauchverbot in jedem Taxi

Das geplante Rauchverbot für öffentliche Verkehrsmittel soll zudem auch in jedem Taxi gelten - sogar dann, wenn kein Fahrgast drin sitzt. Das sagte ein Sprecher der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), am Montag in Berlin. Das Kabinett habe einen entsprechenden Beschluss gefasst. Danach wolle die Bundesregierung auch keine besonderen Rauchertaxen zulassen.

Rauchpartikel würden sich an den Wänden und an Gegenständen ablagern und von dort in die Raumluft abgegeben, hieß es in einer von der "Bild"-Zeitung veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Patrick Döring. „Deshalb muss ein grundsätzliches Rauchverbot auch für die Zeiten gelten, in denen keine Personenbeförderung ausgeübt wird.“

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