Teddy Mohammed genannt
Britischer Lehrerin droht Auspeitschung im Sudan

Sie taufte einen Teddy auf den Namen Mohammed und sitzt dafür in Haft: Der Grundschullehrerin Gillian Gibbons droht im Sudan eine Gefängnisstrafe oder Auspeitschen. Die britische Regierung ist schockiert. Die sudanesische Botschaft in London beschwichtigt.

HB LONDON. Die sudanesische Botschaft in London hat die britische Lehrerin in Schutz genommen, deren Schüler einen Teddybären Mohammed genannt hatten. Dies sei ein „aufrichtiges Versehen“ gewesen, sagte Khalid al Mubarak, Sprecher der Botschaft, der BBC in London. Er „hoffe und bete“, dass Gillian Gibbons bald frei komme.

Die Justiz des afrikanischen Landes, in dem der Islam Staatsreligion ist, sah in dem Teddybär namens Mohammed eine Verunglimpfung des Propheten. Die 54-Jährige aus Liverpool wurde daraufhin wegen Gotteslästerung angeklagt und soll nun vor Gericht erscheinen. Ihr droht eine Gefängnisstrafe oder Auspeitschen.

Der Fall „hätte eigentlich nur innerhalb der Schule diskutiert werden sollen. Aber wütende Eltern haben sich beschwert und den Fall vor das Bildungsministerium gebracht“, sagte der Sprecher. Die Botschaft hatte den Fall zuvor als „Sturm im Wasserglas“ bezeichnet.

Unterdessen sagte die britische Innenministerin Jacqui Smith, die Regierung sei „ziemlich geschockt und überrascht, wie der Sudan sich in dieser Sache verhält“. Die Lehrerin aus Liverpool unterrichtete in Khartum, der Hauptstadt des afrikanischen Landes, und war am Sonntag festgenommen worden.

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