Terminator: „Es war sehr gentleman-mäßig"
Schwarzenegger und Kontrahenten in Wortgefechten

Bei der Fernsehdebatte zur Gouverneurswahl in Kalifornien ist es ganz schön zur Sache gegangen. Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger geriet mit der Politik-Kommentatorin Arianna Huffington aneinander. Bei dem Streitgespräch gedachte Schwarzenegger seiner Kontrahentin eine Rolle im "Terminator 4" zu.

HB SACRAMENTO. Als streitbares Paar präsentierten sich Schwarzenegger, der zum ersten Mal an einer Fernsehdebatte mehrerer Kandidaten teilnahm, und die Politik-Kommentatorin Arianna Huffington bei dem 90-minütigen Streitgespräch am Mittwoch in Sacramento. Als Schwarzenegger versuchte, sie in ihren Ausführungen zu unterbrechen und schließlich einfach dazwischen redete, platzte Huffington der Kragen: „Das also ist die Art, wie Sie Frauen behandeln. Das kennen wir.“ Schwarzenegger war erst kürzlich vorgeworfen worden, dass bei manchen seiner Äußerungen eine sexistische Einstellung durchschimmerten.

„Ich möchte nur sagen, dass ich gerade herausgefunden habe, dass ich die perfekte Rolle für Sie in „Terminator 4' gefunden habe“, reagierte Schwarzenegger auf den Vorwurf. Nach der Debatte sagte Huffington, dass der Action-Star sie offenbar mit einer Frau aus dem aktuellen „Terminator“-Film verglichen habe, deren Kopf von Schwarzenegger in seiner „Terminatoren“-Rolle in eine Toilette getaucht wird.

Die Bewertung des Live-Fernsehauftritts, der von Millionen Menschen am Bildschirm verfolgt wurde, fiel bei den Kontrahenten unterschiedlich aus. „Ich war in Hunderten Debatten und bin niemals so behandelt worden wie von Arnold Schwarzenegger heute Abend“, sagte Huffington später zu Reportern. Schwarzenegger bezeichnete die Auseinandersetzung als politische Debatte: „Es war sehr gentleman-mäßig.“ Huffington liegt in Meinungsumfragen weit hinten, ihr werden kaum Chancen bei der Wahl gegeben. Der Republikaner Schwarzenegger führt mit dem Kandidaten Cruz Bustamante der Demokraten die Umfragen an.

Besonderes Aufsehen erregte Schwarzenegger auch, weil er bisher während seiner Kampagne nur in Talk-Shows aufgetreten war, sich aber keiner Debatte mit den anderen Kandidaten gestellt hatte. Der Schauspieler wirkte etwas müde während seines Debüts und erschien am überzeugendsten, als er sein Schlusswort vom Spickzettel direkt in die Kamera sprach.

Im US-Bundesstaat Kalifornien wird am 7. Oktober über die Abwahl von Gouverneur Gray Davis (60) entschieden. Die Bürger Kaliforniens hatten sich im Juli bei einer Volksbefragung für die Abwahl des Demokraten Davis und eine gleichzeitige Neuwahl des Gouverneurs ausgesprochen. Die Initiative zur Absetzung des Amtsinhabers war von den Republikanern angeführt worden. Insgesamt treten 132 Kandidaten an - neben Schwarzenegger auch eine Porno-Darstellerin sowie verschiedene Polit-Veteranen. Davis steht unter anderem wegen der desolaten Finanzlage des Bundesstaates in der Kritik. Eine Verschiebung der Wahl aus technischen Gründen hatte ein Gericht am Dienstag abgelehnt.

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