Terri Schiavo wird seit Freitag nicht mehr künstlich ernährt
Mögliche Fehldiagnose bei Koma-Patientin

Der Gouverneur von Florida hat im Kampf um das Leben der Komapatientin Terri Schiavo am Mittwoch überraschend neue medizinische Erkenntnisse angeführt.

HB WASHINGTON. Ein bekannter Neurologe sei zu dem Schluss gekommen, dass der Zustand Schiavos möglicherweise falsch diagnostiziert worden sei, sagte Jeb Bush am Mittwoch in Tallahassee (Florida). Deshalb sei bei Gericht ein Antrag auf Wiederaufnahme der Ernährung von Schiavo gestellt worden.

Die Behörden prüften auch, ob sie unter dem Verdacht eingreifen können, dass Schiavo misshandelt worden ist, sagte eine Mitarbeiterin von Bush. Es stünde der Behörde, die sich um das Wohl Behinderter kümmere, offen, Schiavo im Schutzhaft zu nehmen.

Der Neurologe habe Videoaufnahmen von Schiavo ausgewertet und sie in ihrem Hospiz besucht, sagte Bush. Er habe die Frau zwar nicht untersucht, sei aber nach dem Studium der Unterlagen zu dem Schluss gekommen, dass ihr Gehirn vielleicht weniger schwer geschädigt ist als medizinische Gutachter bislang festgestellt haben. Schiavo habe möglicherweise noch Bewusstsein. Um die Diagnose zu überprüfen, müsse die Patientin umgehend wieder mit Nahrung versorgt werden.

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