Terroranschläge
Australien befürchtet weitere Anschläge auf Bali

Die australische Regierung warnt Touristen vor neuen Attentaten auf der indonesischen Insel Bali und rät ihnen, sich von Restaurants und Einkaufszentren fernzuhalten. Währenddessen fahndet die Polizei auf Bali intensiv nach den Drahtziehern der Anschläge.

HB CANBERRA/JAKARTA. Besonders die Region Seminyak könnte ein mögliches Anschlagziel sein, teilte die australische Regierung in ihrem am späten Montag veröffentlichten Reisehinweis mit. Innerhalb weniger Minuten waren am Samstagabend drei Sprengsätze in voll besetzten Restaurants in den Touristen-Zentren Jimbaran und Kuta auf Bali detoniert und hatten mindesten 22 Menschen getötet, darunter die drei Selbstmordattentäter. Mehr als 130 weitere Menschen wurden verletzt. Etwa 46 Menschen werden noch vermisst.

Zwei der Bomben waren unter den Besuchern von zwei Fischrestaurants am Strand von Jimbaran hochgegangen, die dritte in einem Steak-Restaurant in Kuta Beach. „Die Möglichkeit weiterer Anschläge kann nicht ausgeschlossen werden“, hieß es in der Warnung der australischen Regierung. Auch die USA und das Auswärtige Amt hatten zuvor auf die Gefahr weiterer Anschläge hingewiesen.

Die Polizei in Bali hat indessen ihre Suche nach den Hintermännern der Anschläge vor vier Tagen intensiviert. Bisher wurden nach Polizeiangaben 39 Zeugen befragt. Es sei jedoch noch niemand im Zusammenhang mit den Anschlägen verhaftet worden, betonte der Polizeisprecher Brigadegeneral Sunarko. Zwar seien zwei Personen festgenommen worden. Doch dementierte Sunarko Medienberichte, wonach die beiden in die Anschläge verwickelt seien. Es handele sich lediglich um Taschendiebe, die nahe der Tatorte gefasst worden seien.

Die Behörden erklärten, sich bei der Jagd nach den Tätern auf Moslem-Extremisten mit Verbindungen zur Al-Kaida zu konzentrieren.Vor allem wurde nach führenden Mitgliedern der Gruppe Jemaah Islamiah gefahndet. Die Behörden machen die Gruppe unter anderem auch für die Bombenanschläge auf Bali im Jahr 2002 verantwortlich, bei denen mehr als 200 Menschen starben.

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