Test für Olympia
Peking verbannt 1,3 Millionen Autos von den Straßen

Als Generalprobe für die Sommerolympiade 2008 hat Peking heute ein Fahrverbot für 1,3 Millionen Autos erlassen. Das soll die Luftqualität in der Smog-geplagten Millionen-Metropole verbessern und die ständigen Staus vermindern. Wer fahren darf und wer nicht, entscheidet sich am Nummerschild.

HB PEKING. Mit dem viertägigen Test soll die schlechte Luftqualität in der chinesischen Hauptstadt verbessert, die Veränderungen durch den Rückgang des Verkehrs gemessen und die ständigen Staus gemindert werden. Am Vormittag rollte der spürbar ausgedünnte Verkehr schon deutlich flüssiger auf den Straßen der 15 Millionen Einwohner zählenden Metropole.

Um den zusätzlichen Ansturm auf die öffentlichen Verkehrsmittel bewältigen zu können, wurden mehr Busse eingesetzt und die Betriebszeiten der U-Bahnen ausgedehnt. Angestellte von Regierung und Behörden haben ihre Arbeitszeiten verschoben, um den Nahverkehr in den Hauptverkehrszeiten zu entlasten. Zum Auftakt am Freitag durften nur Autos mit ungeraden Nummernschildern fahren. Am Samstag sind Fahrzeuge mit geraden Nummern an der Reihe.

Während der Probephase finden in Peking sechs olympische Testwettbewerbe im Beachvolleyball, Kanu, Radrennen, Baseball, Bogenschießen und BMX-Radsport statt.

Die bisher umfangreichsten Verkehrsbeschränkungen in Peking sind eine Reaktion auf die wachsende internationale Besorgnis und Kritik an der schlechten Luft in Peking. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der Belgier Jacques Rogge, hatte sich vergangene Woche in der Olympia-Stadt besorgt gezeigt und sogar eine Verschiebung von Wettbewerben in Ausdauersportarten nicht mehr ausgeschlossen. Während der Sommerspiele vom 8. bis 24. August 2008 werden ähnlich weitgehende Fahrverbote gelten und zusätzlich eine große Zahl von Fabriken den Betrieb vorübergehend einstellen.

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