Test in 69 Städten So dreckig ist unser Trinkwasser

Seite 3 von 3:
Zu wenig Tests
Die hartnäckigsten Gesundheitsmythen
2-format20 (3)
1 von 10

Obst und Gemüse schützt vor Krebs

Wer sich gesund ernährt und mehr Gemüse als Fleisch isst, der tut seinem Körper etwas Gutes. Doch ein konkreter Schutz vor Krebs ist das nicht. Das ergab eine Studie von Hsin-Chia Hung und Walter Willet, Harvard University Boston/"Journal of the National Cancer Institute". Die Probanden, die mehr Obst und Gemüse aßen, hatten jedoch ein geringeres Herzinfarktrisiko.

2-format20 (1)
2 von 10

Salat hat viele Vitamine

Das stimmt nicht. Salat hat viel Folsäure, die der Körper braucht, aber Vitamin C etwa findet sich in der doppelten bis achtfachen Menge in Tomaten oder Paprika.

2-format20 (2)
3 von 10

Salz ist ungesund

Das stimmt nur, wenn Sie zu den so genannten salzsensitiven Menschen zählen. Bei denen kann der häufige Genuss von stark gesalzenen Speisen zu einem Anstieg des Blutdrucks führen. Da die Mehrheit der Menschen aber nicht salzsensitiv isst, müssen sie auch nicht auf Salz verzichten.

2-format20
4 von 10

Dunkle Schokolade macht weniger dick

Das stimmt leider nicht. Egal, wie dunkel die Schokolade ist, sie besteht in erster Linie aus Kakaobutter, Zucker und Kakaomasse. Im Gegensatz zu Milchschokolade enthält dunkle Schokolade keine Milch, folglich auch keinen Milchzucker. Die Kalorienzahl ist aber vergleichbar mit der der Milchschokolade.

3-format20
5 von 10

Kaffee trocknet den Körper aus

Nein, Kaffee entzieht dem Körper kein Wasser. Koffein wirkt allerdings harntreibend: Wer viel Kaffee trinkt, muss also öfter die Toilette aufsuchen. Das bedeutet aber nicht, dass er dabei mehr Flüssigkeit verliert, als er mit dem Bürokaffee aufgenommen hat.

2-format1
6 von 10

Mehrere kleine Mahlzeiten sind besser

Immer wieder hört man, es sei besser fünf kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, als die drei großen Klassiker Frühstück – Mittag – und Abendessen. Im Grunde ist es völlig egal, wann man isst. Wer mit fünf „kleinen“ Mahlzeiten am Tag abnehmen möchte, läuft jedoch schnell Gefahr, zu viele Kalorien aufzunehmen. Wer sich an feste Mahlzeiten hält, behält besser den Überblick über die Gesamtmenge der aufgenommenen Kalorien.

3-format20 (1)
7 von 10

Pro Tag zwei Liter Wasser trinken

Es ist richtig, dass der Mensch "ausreichend" Flüssigkeit braucht. Er muss aber nicht zwangsläufig zwei Liter in Form von Wasser trinken. Auch Obst, Gemüse und Milchprodukte enthalten Flüssigkeit. Außerdem hängt der Flüssigkeitsbedarf davon ab, wie heiß es ist, wie viel der Mensch wiegt und ob man sich körperlich stark anstrengt. Pauschal eine Menge von zwei Litern zu empfehlen ist wenig sinnvoll. Zu viel Wasser kann dem Körper auch schaden. Wer ein normales Durstgefühl hat, nimmt automatisch genug Flüssigkeit zu sich.

Neben dieser Art der Trinkwassergewinnung ist auch das Untersuchungsverhalten vieler deutscher Wasserwerke bedenklich. Oft wird das Trinkwasser nach einmaliger Untersuchung, bei der keinerlei gefährlichen Rückstände gefunden wurden, später keinen weiteren Tests unterzogen.

Die Wasserwerke in Mainz haben zum Beispiel ihr Trinkwasser zuletzt 2008 hinsichtlich Arzneimittelrückständen untersucht. Aus Mönchengladbach heißt es: Wie wir [...] bereits beschrieben haben, sind Screenings und bekannte Hauptbelastungen von Arzneimittelrückständen untersucht worden. Diese Messungen waren wie erwartet unterhalb der Nachweisgrenze, sodass in Absprache mit dem Gesundheitsamt auf weitergehende Beprobungen verzichtet werden konnte.“

Einige der betroffenen Wasserwerke wollten sich zu den Ergebnissen der Öko-Tester nicht äußern. Andere hingegen zeigten etwas mehr Kreativität. Die Braunschweiger Wasserwerke BS-Energy und die Stadtwerke Münster machten verunreinigte Wasserrohre hinter den Hausanschlüssen als Schuldige aus.

Auch die verchromten Armaturen im Bad können für eine Gadoliniumbelastung verantwortlich sein. Die Experten der Öko-Test zeigten sich von diesen Erklärungsversuchen überrascht. Sie hatten von solchen Effekten auf das Trinkwasser noch nie gehört.

Öko-Test rät Verbrauchern deswegen bei der Verwendung von Trinkwasser die Qualität des jeweiligen Wassers bei den örtlichen Wasserwerken oder im Gesundheitsamt zu erfragen. Außerdem weist das Verbrauchermagazin darauf hin, dass von den gemessenen Gadoliniumbelastungen keinerlei unmittelbare gesundheitliche Risiken ausgehen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

12 Kommentare zu "Test in 69 Städten: So dreckig ist unser Trinkwasser"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @Herr Martin Zühlke: Die Verschwörungstheorien von heute sind die Wahrheiten von morgen!

  • Wenn die Trinkwasserversorgung in der EU erst einmal privatisiert ist, wird mit Sicherheit alles besser, gelle?

  • Eine solche Schlagzeile in einer seriösen Zeitung? Wenn Sie Ihren eigenen Artikel lesen würden, wäre ihnen klar, dass sie über Trinkwasser schreiben das allen gesetzlichen Normen einhält. Und Deutschland hat mit die strengsten Wassergesetze der Welt. Das im Milliardstel Gramm pro Liter gefundene Gadulilium trinken Patienten bei einer MRT Untersuchung in einer Dosis von 16 Milllitern pro Kilo Körpergewicht, und scheiden es dann rückstandlos wieder aus. Was soll das also für ein Dreck sein? Es scheint ir der Autor war nur an Klicks interessiert, aber nicht an seriöser Berichterstattung. Ökotest war deutlich seriöser.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Also schön weiter das sündhaft teure "Bottled Water" kaufen! ;-)
    Und wie sieht es eigentlich dort mit der Schadstoffbelastung aus?
    Es gibt übrigens sogar noch eine kostenlose Alternative: NATÜRLICHES QUELLWASSER aus einer der zahlreichen (als Trinkwasser freigegebenen) Quellen. Und damit gekocht, schmeckt mir mein Tee oder Kaffee gleich noch wesentlich besser...

  • Wie schon gesagt: unerforscht. In abgefüllten Trinkwasser wurden auch schon diverse Sachen gefunden; insofern...

    ich finde das Wssser i.d.R. hier super.

    Wahrscheinlich kommt jetzt irgendwann die Nummer das Hausbesitzer monatlich die Wasserqualität im Haus prüfen / messen lassen müssen; natürlich gegen Kohle.

    Und irgendwann müssen wir mit dem Auto monatlich zum TÜV.

    Wollen die Leute ewig leben? Früher ging´s doch auch.


    Die ganzen Prüfer sollen sich einfach mal mehr um die ganze Zuckerscheisse in Lebensmittel kümmern; ist viel wichtiger.

    Wir sind zu einer Prüfirrenwelt verkommen.

  • Mit Verschwörungstheorien bin ich vorsichtig. Man kann mit dem Wort "Verschwörungstheorie" jede Diskussion beenden. Oftmals ist es aber schon interessant, wer bei einer Thematik profitiert. Und manches wird auch vorschnell als Verschwörung abgetan!

  • Abwarten bis Fracking kommt. Erst dann kann man von Trinkwasserqualität sprechen, hoffentlich nur für unsere "Eliten".

  • Hauptsache die Gebühren für Trinkwasser und Abwasser sind hoch genug damit die Geschäftsführer extrem hohe
    Gehälter erhalten für fast nichts tun.
    siehe Bericht.

  • Oh Gott, sie vermuten hinter jeder Meldung Verschwörungstheorien! Wahrscheinlich steckt die NSA hinter der Verschmutzung um uns zu gehörigen "Vasallen" zu machen, oder?!
    Trinkwasser wird längst in Literflaschen abgefüllt und teuer verkauft, selbst Schuld wer den Mist kauft.
    @HB Redaktion: Die Überschrift ist ja wohl BILD Niveau! Was soll das? "So dreckig ist unser Trinkwasser" und im Artikel stellt sich dann raus das im Endeffekt alles unbedenklich ist. Seriöses Journalismus sieht wohl anders aus! Trinkwasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in D.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%