Thailand
Gedenken an die Tsunami-Opfer

In Thailand haben die Gedenkfeiern für die Opfer der Tsunami-Katastrophe vor einem Jahr begonnen. Überlebende und Angehörige der Getöteten legten auf der Insel Phuket Blumengebinde nieder, weinten und beteten. Viele ausländische Überlebende sind zum Gedenken zurückgekehrt.

HB PHUKET. „Thailand ist ein warmes Land mit Sonne und Palmen. Aber für einige Menschen fühlt es sich ganz kalt an - sie verbinden es mit ihrem Verlust“, sagte ein Priester bei einem Gottesdienst. In Khao Lak fuhren Nomaden mit einem mit Blumen und Kerzen geschmückten Boot aufs Meer hinaus. Hunderte Einheimische wohnten der Zeremonie bei. In der Urlaubsregion Khao Lak starben 5395 Menschen.

Nahe der am 26. Dezember vergangenen Jahres von der Flut verwüsteten indonesischen Stadt Banda Aceh versammelten sich am Sonntag nach Medienberichten mehr als 3500 Menschen zu einem Trauermahl, zu Gebeten und zu Friedhofsbesuchen. Aceh im Norden der Insel Sumatra war die am schwersten von der Katastrophe getroffene Region. Nach offiziellen Angaben starben dort 129 774 Menschen, 36 786 gelten immer noch als vermisst.

Die Jahrhundertkatastrophe am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004 hatte die ganze Welt schockiert. Mehr als 225 000 Menschen waren nach offiziellen Angaben in den verschiedenen Katastrophenländern ums Leben gekommen oder werden immer noch vermisst. Die tatsächliche Opferzahl dürfte nach Schätzungen noch höher liegen. Die Flutwellen verursachten Milliardenschäden. Am Montag, dem ersten Jahrestag, wird den Opfern in der gesamten Region mit Gedenkfeiern und Gebeten gedacht. Wegen der Zeitverschiebung beginnen die meisten Veranstaltungen, wenn in Europa noch Nacht herrscht.

In Thailand trafen vor den Feierlichkeiten zahlreiche Angehörige von ausländischen Touristen ein, die bei den Flutwellen getötet worden waren. Besucher vor allem aus Deutschland, Schweden, Australien, Großbritannien und Frankreich wollen gemeinsam mit tausenden Thailändern um die Opfer trauern. Bei dem Tsunami waren nach offiziellen Angaben mindestens 5395 Menschen in Thailand ums Leben gekommen, rund die Hälfte davon ausländische Urlauber. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin starben bei der Tsunami- Katastrophe insgesamt 537 Deutsche, 15 werden noch vermisst.

Haupttag der Gedenkfeiern ist der Montag. Die thailändischen Behörden rechnen damit, dass mindestens zehntausend Menschen am Jahrestag der Katastrophe in die südlichen Provinzen des Landes kommen. Auch in den betroffenen Nachbarländern werden sich Angehörige und Überlebende zum gemeinsamen Trauern versammeln.

In der indonesischen Krisenregion Banda Aceh werden bis zu 10 000 Menschen zu einem Gebet in einer historischen Moschee erwartet. Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono werde sich den Trauernden am Montagabend anschließen, teilten die Behörden mit.

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