Thailand
Vier Deutsche bei Flugzeugunglück verletzt gerettet

In Thailand ist am Sonntag ein Flugzeug beim Landeanflug auf den Flughafen der Insel Phuket abgestürzt. Mindestens 88 Menschen sollen ums Leben gekommen sein. Die meisten Passagiere waren Touristen aus dem Ausland. Auch Deutsche waren an Bord.

HB BANGKOK. Die Luftverkehrsbehörde erklärte, die Maschine vom Typ McDonnell Douglas MD-82 der thailändischen One-Two-Go habe versucht, bei heftigem Regen in Phuket zu landen. Das Wetter in der an der Andamanensee gelegenen Region, die mehr als 600 Kilometer von Bangkok entfernt ist, war schon seit Tagen wegen anhaltender Gewitter und heftiger Windböen schlecht. Das Flugzeug sei aus dem Gleichgewicht geraten und in zwei Teile zerrissen worden.

Das Unglück soll nach Angaben des stellvertretenden Gouverneurs der Insel, Worraphot Ratsrimaa, bis zu 100 Menschen das Leben gekostet haben. Am Abend sprach er von 88 Toten und 42 Verletzten.

Chaisak Angsuwan, Generaldirektor in der thailändischen Luftverkehrsbehörde, sagte, als die Maschine mit der Flugnummer OG269 zur Landung ansetzte, war die Sicht schlecht. „Der Pilot entschied durchzustarten, aber das Flugzeug geriet aus der Balance und stürzte ab.“

Vize-Gouverneur Ratsrimaa sagte weiter, das Flugzeug habe nach der Bruchlandung Feuer gefangen. „Das ganze Flugzeug brannte. Wir müssen davon ausgehen, dass 90 Prozent der an Bord befindlichen Personen tot sind.“ Rettungskräfte brachten Menschen in Krankenhäuser, darunter zwei Ausländer. Über deren Nationalität wurde nichts mitgeteilt.

Unter den Passagieren des Fluges in das Ferienparadies sollen sich nach Angaben aus dem Krankenhaus auch Deutsche befunden haben. Vier Bundesbürger wurden demnach lebend gerettet. Über den Zustand der Verletzten sei noch nichts bekannt. Auch lägen noch keine Erkenntnisse vor, ob auch Deutsche unter den Toten seien. Das Auswärtige Amt erklärte, ein Mitarbeiter der deutschen Botschaft bemühe sich auf Phuket um weitere Informationen. Nach Angaben der Flughafenbehörde in Bangkok waren etwa die Hälfte der Passagiere Ausländer, vor allem Europäer.

Die Maschine landete um 16 Uhr Ortszeit aus Bangkok kommend auf der bei Urlaubern beliebten Ferieninsel. Bei One-To-Go handelt es sich um eine Billigfluglinie. Sie gehört der Gesellschaft Orient Thai Airways.

Die rund 45 Meter lange Maschine ist ein zweimotoriges Kurz- und Mittelstreckenflugzeug mit einer Kapazität von bis zu 172 Passagieren. Die maximale Reichweite des seit 1982 bei McDonnell Douglas gebauten Typs beträgt 3800 Kilometer.

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