Thronfolger-Baby
„Wir denken noch über seinen Vornamen nach”

Der neugeborene Prinz von Cambridge hat noch keinen Namen. Die stolzen Eltern William und Kate haben sich noch nicht entschieden. Die Buchmacher haben aber schon ihre Favoriten.
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LondonDie Namenswahl gilt allgemein als eine der schwierigsten Fragen für junge Eltern. Doch welchen Vornamen soll man seinem Baby geben, wenn es eines Tages als britischer König in die Geschichtsbücher eingehen soll? „Wir denken noch über seinen Vornamen nach”, sagte Prinz William am Dienstagabend, als er mit Kate das Krankenhaus verließ und die beiden ihren neugeborenen Sohn der Öffentlichkeit präsentierten. Der Kleine hat mit „Prinz von Cambridge” zwar schon einen offiziellen Titel - über seine Vornamen kann aber weiter munter gerätselt werden.

Experten sind sich sicher, dass die frischgebackenen Eltern für ihren Sohn den illustren Stammbaum der britischen Königsfamilie zu Rate gezogen haben. Zugleich werden sie wohl für die neue Nummer drei in der Thronfolge einen Namen gewählt haben, der ihrem Bild von modernen Royals entsprechen könnte. Traditionsreiche Varianten wie Ethelred oder Athelstan dürften daher kaum in die engere Wahl gekommen sein.

Während William und Kate also noch grübeln, scheint für viele Briten die Sache klar: Bei den Buchmachern stehen George und James ganz oben auf der Liste, gefolgt von Alexander, Louis oder Henry.

Besonders mit George würde es gelingen, die Kontinuität der Monarchie zu betonen und zugleich den Zeitgeist zu bedienen: Sechs britische Könige trugen den Namen, darunter der Vater von Königin Elizabeth II., George VI., der unlängst mit dem Oscar-prämierten Film „The King's Speech” im Kino wiederauferstand. Und unter den beliebtesten Namen für neugeborene Jungs stand George 2011 auf Platz neun in Großbritannien.

Bei James - dem Namen von Kates Bruder - sieht die Sache etwas problematischer aus. Zwei Könige mit dem Namen gab es, der zweite von ihnen taugt aber gar nicht zum Vorbild. Er wurde 1688 entthront, nachdem er mit seiner pro-katholischen Politik eine Verfassungskrise ausgelöst hatte. Doch muss ein unrühmliches Ende kein Ausschlusskriterium sein. König Charles I. wurde 1649 geköpft. Trotzdem trägt Williams Vater den Namen, und er steht an Nummer eins in der Thronfolge. Allerdings steht es Prinzen traditionell frei, sich bei der Thronbesteigung einen eigenen, neuen Königsnamen auszusuchen.

Verkompliziert wird die Suche, weil Prinzen gewöhnlich nach guter monarchischer Tradition eine ganze Serie an weiteren Vornamen erhalten. Edward VIII. beispielsweise kam gleich auf sieben Namen, von seiner Familie wurde er trotzdem schlicht David genannt.

Es könnte also noch eine Weile dauern, bis Kate und William den Namen des „Royal Baby” verkünden. Dies wäre aber nicht ungewöhnlich fürs Königshaus: Charles und Diana ließen sich eine Woche Zeit, bis sie ihren Erstgeborenen als William präsentierten. Und Charles verbrachte nach seiner Geburt sogar seinen ganzen ersten Monat offiziell namenlos.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Thronfolger-Baby: „Wir denken noch über seinen Vornamen nach”"

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  • Stellen sie sich vor: dieses Kind erhält nicht nur einen Vornamen. Und die sollen in der richtigen Kombination stehen. Das dauert. Und was Sie persönlich davon halten ist - Verzeihung - irrelevant.

  • Einfach UNGLAUBLICH, dass ein Ehepaar nach 9 Monaten Bedenkzeit (sic!r ) noch immer nicht weiß, welchen Namen ihr Baby erhalten soll. Was soll man nur von solchen Leuten halten?

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