Tickende Zeitbombe
Restöl der „Prestige“ bereits zur Hälfte geborgen

Rund eineinhalb Jahre nach dem Untergang der Tankers „Prestige“ vor der Nordwestküste Spaniens ist fast die Hälfte des Restöls aus dem Schiffswrack geborgen worden.

HB SANTIAGO DE COMPOSTELA. Bislang seien 6  300 der 14  000 Tonnen Öl aus den Tanks abgepumpt worden, teilten die Behörden in Santiago de Compostela mit. Nach einem neuartigen Verfahren werden dabei Öffnungen in die Schiffswand gebohrt und das ausströmende Öl über Ventile mit Aluminium-Behältern aufgefangen.

Die rund 100 Millionen Euro teure Aktion soll bis Herbst abgeschlossen werden. Die Alternative, das Schiff in einen Beton-Sarkophag zu hüllen, war verworfen worden. Das zweigeteilte Wrack des ursprünglich mit 77  000 Tonnen Öl beladenen Unglückstankers liegt in fast 4 000 Metern Tiefe auf dem Boden des Atlantiks.

Das Öl auf dem Meeresgrund gilt bei Umweltschützern als „tickende Zeitbombe“. Eine Bergung in dieser Tiefe war bislang noch nie versucht worden. Der Untergang der Tankers am 19. November 2002 hatte die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte Spaniens verursacht. Mehr als 1 000 Kilometer Küste wurden verseucht.

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