Tief „Benedikt“

Sonne und Regen wechseln sich ab

Herrlich schön waren die Temperaturen in den vergangenen Tagen. Bei Sonnenschein ließ sich das Wochenende gleich viel besser genießen. In den nächsten Tagen wird es jedoch vorerst wechselhaft – auch Gewitter gibt es.
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Eine Joggerin genießt das schöne Wetter: Im weiteren Verlauf der Woche wird es wechselhafter. Quelle: dpa
Sonne in Deutschland

Eine Joggerin genießt das schöne Wetter: Im weiteren Verlauf der Woche wird es wechselhafter.

(Foto: dpa)

OffenbachRegen statt Eisheilige: Nach einem kurzen sommerlichen Intermezzo bringt Tief „Benedikt“ wechselhaftes Wetter nach Deutschland. Zuvor wird es am Dienstag stellenweise richtig heiß, am Oberrhein kann sogar die 30-Grad-Marke geknackt werden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag in Offenbach vorhersagte.

Zugleich ziehen von Nordwesten in Richtung Südosten die ersten Regenschauer auf, die vor allem zwischen dem Schwarzwald und der Ostsee lokal sehr stark ausfallen können. Auch Gewitter und schwere Sturmböen sind möglich.

Am Mittwoch blitzt und donnert es noch, zuerst am Alpenrand, dann im Südwesten – wo es mit 28 Grad am wärmsten wird. Ansonsten liegen die Temperaturen zwischen 14 und 24 Grad.

Wo sich echte Wetterextreme austoben
Immer nur Sonne in Yuma, Arizona
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"It never rains in…" – Yuma, Arizona: Der sonnigste Platz der Erde befindet sich nicht in Südkalifornien, sondern in diesem Flecken Erde am südwestlichen Rand Arizonas – zumindest hat man noch an keinem anderen Ort mehr Sonnenschein gemessen als hier. An durchschnittlich 4015 Stunden pro Jahr strahlt die Sonne hier ungestört vom Himmel, jeden Tag im Mittel elf Stunden lang. In manchen Jahren regnet es in Yuma weniger als fünf Millimeter pro Quadratmeter, die sommerliche Durchschnittstemperatur liegt bei über 40 Grad Celsius.

Mount Washington, der Ort des extremsten Wetters
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Wer als Meteorologe Rekorde sucht, ist auf dem Mount Washington im US-Bundesstaat New Hampshire genau an der richtigen Stelle. Obwohl der Berg nur knapp 1917 Meter hoch ist und auf dem gleichen Breitengrad wie beispielsweise die italienische Hafenstadt Genua liegt, suchen ihn extreme Wetterlagen heim. An 110 Tagen im Jahr übersteigen die Windgeschwindigkeiten Hurrikanstärke. Mit den Tiefs prasseln auch ergiebige Niederschläge herab. Im Winter 1968/69 fielen 14 Meter Schnee auf dem Berg, dazu regnet es im Jahresschnitt mehr als 2500 Liter auf den Quadratmeter. Im Winter fallen die Temperaturen häufig unter minus 40 Grad Celsius.

Commonwealth Bay - windigster Ort der Erde
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Prinzipiell ist die Antarktis kein gemütlicher Ort, doch die Commonwealth Bay im Osten des Kontinents setzt noch eins drauf: Sie ist der wohl windigste Ort der Welt, an dem über das gesamte Jahr hinweg eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde gemessen wird. Häufig treten aber auch Stürme mit Windgeschwindigkeiten von 240 Kilometern pro Stunde auf. Ein Wetter, bei dem sich nur Pinguine wohlfühlen.

Die Blitze von Catatumbo
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Mindestens 260 Nächte im Jahr blitzt es nahe der Mündung des Río Catatumbo in den Maracaibo-See in Venezuela – und das praktisch immer an der gleichen Stelle. Die Blitzlichtgewitter entstehen, weil ausdauernd feuchtwarme Luftmassen über den See und die angrenzenden Ebenen streifen, bevor sie auf die Andenausläufer der Cordillera de Mérida treffen. Das Gebirge umschließt die Sümpfe auf drei Seiten und zwingt die Luft zum Aufstieg. Dabei bilden sich vor allem nachts Gewitterwolken, die sich stetig entladen. Bis zu zehn Stunden kann ein solches Gewitter dauern.

Grau in grau in der Neufundlandsee
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Wie Sie sehen – sehen Sie fast nichts. Und das ist Normalzustand an den Great Banks vor der Küste Neufundlands im nordwestlichen Atlantik: An mindestens 200 Tagen im Jahr wabert hier Nebel über das Wasser, was den Ort zu einem der düstersten der Erde macht. Schuld daran ist das Aufeinandertreffen des kalten Labradorstroms aus dem Norden und des warmen Golfstroms aus dem Süden.

Hagelschlag in den Nandi Hills
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Die Kericho-Nandi-Hills in Kenia haben den Ruf des hagelreichsten Orts der Erde hier hagelt es nahezu täglich. In der Hitze des Nachmittags steigt hier feuchte Luft vom Viktoriasee über den Bergen auf, sodass sich große Gewittertürme ausbilden. Darin herrscht enormer Auftrieb, der die Feuchtigkeit weiter in kühle Atmosphärenschichten reißt, wo sie gefriert, bis sie schließlich als Hagel ausfällt.

Richtig schmerzhaft bis lebensgefährlich wird es aber vor allem im Norden Indiens und Bangladeschs, wo Meteorologen die meisten Stürme mit Extremhagel beobachten: Die Eisbrocken haben Durchmesser von mehr als zehn Zentimetern, und in Bangladesch klaubte man am 14. April 1986 sogar Hagelkörner auf, die mehr als ein Kilogramm wogen – 92 Menschen starben in diesem Unwetter.

Extreme Trockenheit im McMurdo-Tal
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Mitten in der Antarktis liegt der trockenste Ort der Welt: das McMurdo-Trockental. Hier hat es seit vielleicht Millionen von Jahren nicht mehr geschneit oder geregnet. Dazu herrschen Temperaturen bis minus 50 Grad Celsius im Winter, im Sommer gibt es nur wenige Tage über dem Gefrierpunkt, und stetig peitschen orkanartige Fallwinde über die Landschaft. Deshalb sind die Täler auch nicht vom Eis überdeckt: Die Gebirge am Rand verhindern, dass Gletscher hierher vordringen, die trockenen Föhnwinde saugen jede Feuchtigkeit auf.

Am Donnerstag kommen aus Westen und Südwesten erneute Regen- und Gewitterwolken. Die Ostseeküste und Teile Sachsen-Anhalts sowie Brandenburg können sich der Vorhersage zufolge dagegen noch einmal über Sonne freuen. Im Norden wird es zwischen 14 und 20 Grad warm, im Süden bis zu 25 Grad. In den Hochlagen der süddeutschen Mittelgebirge und auf den Alpengipfeln muss mit Sturmböen gerechnet werden, die auch heftig ausfallen können.

Das wechselhafte Wetter setzt sich verbreitet durch, die Temperaturen steigen zum Wochenende meist nicht mehr über 20 Grad, wie die Meteorologen vorhersagten. „Nachts bleibt es aber bei Werten zwischen 3 und 13 Grad frostfrei, so dass die Eisheiligen als Heißheilige starten und auch im weiteren Verlauf nur sehr zahm daher kommen“, erklärte Lars Kirchhübel von der DWD-Wettervorhersagezentrale.

  • dpa
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