Tierseuce
Weiterer H5N1-Vogelgrippe-Fall in Rumänien

An der rumänisch-moldawischen Grenze ist ein weiterer Vogelgrippe-Fall nachgewiesen worden: Ein dort vor einer Woche tot aufgefundener Reiher trug die auch für Menschen gefährliche Virusvariante H5N1 in sich.

HB BUKAREST. Das teilte das rumänische Landwirtschaftsministerium am Freitag mit, nachdem das Tier in einem britischen Speziallabor untersucht worden war. Rumänien war das erste europäische Land, in dem sich zuvor der Verdacht auf H5N1-Fälle bestätigt hatte. Im rumänischen Bezirk Vaslui forderten die Behörden dazu auf, Hühner in Ställen zu halten, um eine Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern. Dem Agrarministerium zufolge wurden in dem Land in den vergangenen zwei Wochen mehr als 500 Tiere negativ auf Vogelgrippe getestet.

In Asien grassiert die Vogelgrippe seit 2003. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben dort in vier Ländern bislang 62 Menschen an der Krankheit. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Freitag, es fehlten Medikamente, um alle Nutzvögel im Land zu impfen. China werde sicherstellen, im Falle weiterer Ausbrüche der Krankheit eine Ausbreitung zu verhindern, sagte Jia Youling, Chef-Veterinär im Landwirtschaftsministerium. Seit vergangener Woche hat China drei Vogelgrippe-Ausbrüche mit 3800 toten Vögeln bestätigt.

Experten befürchten, das Virus könne so mutieren, dass es sich von Mensch zu Mensch überträgt. Dann könne eine weltweite Pandemie mit Millionen Toten drohen. Die Besorgnis um die Vogelgrippe erfasst inzwischen verstärkt auch die USA. Der Senat in Washington bewilligte am Donnerstag fast acht Milliarden Dollar für den Ausbau der Lagerbestände an Impfstoffen und anderen Medikamenten zur Bekämpfung einer möglichen Pandemie.

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