Times: „Sie behauptete, sie habe nicht gewusst, was sie tat“
Ungeborenes Baby gleich drei Mal verkauft

Eine 33 Jahre alte Mutter hat ihr ungeborenes Kind über das Internet drei Mal verkauft. Moira Greenslade drohen nun zehn Jahre Haft.

HB LONDON. Nach britischen Zeitungsberichten vom Dienstag drohen Moira Greenslade, die ihre Tat vor Gericht im englischen Bingley zugab und sich gegen Kaution auf freiem Fuß befindet, zehn Jahre Haft. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet. Für ihre Leihmutterschaft habe sie sie mehrere tausend Pfund von drei kinderlosen Paaren kassiert.

Die Frau habe sich im Januar 2003 auf einer Internetseite in den USA als Leihmutter angeboten. Sie einigte sich mit einem schottischen Ehepaar auf Zahlungen von umgerechnet 750 Euro monatlich während der Schwangerschaft und 7 500 Euro bei Lieferung der Geburtsurkunde. Zwei Monate später war Greenslade schwanger.

In der Schwangerschaft bot die Frau das Kind im Internet zur Adoption an. Zwei weitere britische Paare zahlten ebenfalls monatliche Raten für den Handel. Der Schwindel flog auf, als das erste Paar im Krankenhaus am Tag der geplanten Geburt per Kaiserschnitt vergebens auf die Mutter wartete und zur Polizei ging. Neun Tage später wurde Greenslade in einem Krankenhaus in Southampton aufgespürt und festgenommen. Das Neugeborene wurde in fremde Obhut gegeben.

Wie die „Times“ berichtete, kassierte die Mutter insgesamt 9 000 Euro. „Sie behauptete, sie habe nicht gewusst, was sie tat“, zitierte das Blatt die Staatsanwaltschaft. Das Geld habe sie für ihren sechsjährigen Sohn und für einen Urlaub ausgegeben. Leihmutterschaft ist in Großbritannien erlaubt, allerdings nicht deren Missbrauch als Geschäft.

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