Tipps für den Advent Die Tücken bei der Weihnachtspost

Für Unternehmen gehört sie zum Pflichtprogramm am Jahresende: die Weihnachtspost. Doch bei der Gestaltung gibt es so manchen Fallstrick. Vor allem für wichtige Kunden sollten Firmen mehr Zeit einplanen.
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Weniger ist mehr: Auf zu viele und aufdringliche Effekte wie Musik oder animierte Bilder sollte bei der Weihnachtspost laut Experten lieber verzichtet werden. Quelle: Imago

Weniger ist mehr: Auf zu viele und aufdringliche Effekte wie Musik oder animierte Bilder sollte bei der Weihnachtspost laut Experten lieber verzichtet werden.

(Foto: Imago)

KölnWeihnachten – das ist die Zeit der Besinnung, der Nächstenliebe. Aber auch die der hübsch gestalteten Grußkarten. Für Unternehmen gehört es in jedem Jahr zum Pflichtprogramm, sich bei Kunden und Partnern mit einem persönlichen Gruß zu bedanken und einen guten Rutsch zu wünschen. Um nicht in peinliche Fettnäpfchen zu treten, sollten jedoch einige Punkte beachtet werden.

Ebenso wichtig wie eine originelle Gestaltung sei immer noch die persönliche Unterschrift, im Idealfall sogar mit Füller, erklärt Susanne Helbach-Grosser von der Vereinigung Etikette Trainer International. „Stempel oder vorgedruckte Unterschriften wirken unpersönlich.“

Das bedeutet einen enormen Aufwand, insbesondere für größere Unternehmen. Doch bei den wichtigsten Kunden sollte man sich die Zeit dafür nehmen und bestenfalls auch die Adresse auf dem Briefumschlag per Hand schreiben. Das wirke edel, sagt Helbach-Grosser.

Gerade für international agierende Unternehmen könnte die Weihnachtsgruß-Datenbank des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) hilfreich sein. Dort lässt sich der Weihnachtsgruß in aktuell 75 verschiedenen Sprachen abrufen.

Jede Übersetzung wurde von einem zertifizierten Dolmetscher geprüft und ehrenamtlich eingestellt. „Mir hat die Idee gefallen, und ich habe gerne die Übersetzung auf Norwegisch beigesteuert“, sagt Ingrid Nøkleby-Braun, Fachübersetzerin aus Saarbrücken.

2006 ging die Datenbank mit rund 50 Sprachen an den Start, seitdem kamen kontinuierlich weitere hinzu. Über die positive Resonanz freut sich BDÜ-Präsident André Lindemann. Man wolle mit der Datenbank „einen kleinen Beitrag zur Völkerverständigung leisten“, sagt Lindemann. Neben teilweise exotischen Sprachen wie Suaheli, Twi oder Kikuyu ist der Gruß auch für Kulturen vorhanden, die Weihnachten gar nicht feiern. Was Weihnachten ist, wird dann „umschrieben“, erklärt BDÜ-Sprecherin Birgit Golms.

Auch der Weihnachtsgruß in deutscher Gebärdensprache fehlt nicht. Im Video dazu zeichnet Gebärdensprach-Dolmetscher Daniel Meixner die Konturen eines Tannenbaumes mit seinen Händen nach.

Kosten sparen mit dem Versand per Mail

Die zehn schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands
Platz 10: Christkindlmarkt auf der Fraueninsel
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Wo kann man besser Glühwein trinken und Lebkuchen knabbern als auf dem Weihnachtsmarkt? Vor allem, weil viele von ihnen in einem wunderschönen Ambiente stattfinden. Das ideale Ziel für einen Kurztrip im Advent ist der Journalistin und Weltreisenden Anja Hauenstein aus dem Buch „Die ganze Welt von 1 bis 10“ zufolge der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel in Chiemsee. Übrigens: Weihnachtsmärkte in Kleinstädten oder Dörfern sind bei den Deutschen besonders beliebt: Sechs von zehn Personen bevorzugen die kleineren Weihnachtsmärkte. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Insa-Consulere. 66 Prozent der Befragten zwischen 55 und 100 Jahren zieht es eher auf die kleineren Adventsmärkte.

Quelle: Die ganze Welt von 1 bis 10, S. Fischer Verlag

Platz 9: Markt der Ideen auf dem Münchner Tollwood
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Ein ganz anderer Weihnachtsmarkt: Beim „Markt der Ideen“ auf dem Winter-Tollwood trifft Gastronomie auf Kunsthandwerk. Während Händler und Gastronomen aus fernen Ländern mit kulinarischen Spezialitäten locken, können Besucher auf dem Freigelände der Theresienwiese Kunsthandwerkern aus der Region bei der Arbeit zuschauen, sich selbst mit schönen Dingen eindecken und erste Weihnachtsgeschenke erstehen. Insgesamt plant jeder Zweite (50 Prozent) einen Kurztrip mit Weihnachtsmarktbesuch in der Adventszeit.

Platz 8: Nürnberger Christkindlesmarkt
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Blick auf die Buden mit ihren rot-weißen Stoffdächern: Der Nürnberger Christkindlmarkt zählt zu den bekanntesten Weihnachtsmärkten in Deutschland. Eröffnet wird er traditionell mit dem Prolog des Christkinds. Ein Muss für jeden Besucher: die traditionellen „Zwetschgenmännle“ aus getrockneten Pflaumen. Ein Kurztrip zu den Weihnachtsmärkten ist vor allem bei Personen zwischen 18 und 24 populär (58 Prozent).

Platz 7: Esslinger Weihnachtsmarkt
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Der Name ist hier Programm: Der Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt lässt das dunkle Zeitalter wieder auferstehen. In historischer Aufmachung zeigen Goldschmiede oder Filzer ihre Handwerkskunst. Besucher können selbst Besen binden oder in einem der großen Waschzuber ein heißes Bad nehmen.

Platz 6: Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt
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Der Barock-Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg ist jedes Jahr ein Wintertraum. An den festlich geschmückten Ständen bekommen die Besucher alles, was das Herz begehrt. Die weihnachtliche Atmosphäre kann man bei einer leckeren Bratwurst und Glühwein genießen. Das sollte jeder Besucher probieren: original Nürnberger Lebkuchen.

Platz 5: Zwickauer Weihnachtsmarkt
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In der Tradition des Erzgebirges und des Vogtlandes ist vor allem die Adventszeit ideal für einen Besuch Zwickaus und seiner Umgebung. Vor allem der Zwickauer Weihnachtsmarkt, der sich durch die Altstadt streckt, lädt mit einer besonderen Atmosphäre zu einem Bummel ein. Das Angebot ist groß: erzgebirgische und vogtländische Volkskunst, Christbaum- und Adventsschmuck sowie Leckereien lassen die Adventzeit in der Robert-Schumann-Stadt zu einem besonderen Erlebnis werden.

Platz 4: Weihnachtsmarkt am Kölner Dom
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Ohne Zweifel: Der Weihnachtsmarkt am Dom ist der schönste in Köln, schließlich liegt ihm das Wahrzeichen der Stadt zu Füßen. Rund um den Dom haben die Kölner ihre 160 Pavillons mit Geschenkläden, Kunstgewerbe und Leckereien aus aller Welt aufgebaut.

Der Deutsche-Gehörlosen-Bund „begrüßt, dass bei der Weihnachts-Datenbank auch die Gebärdensprache aufgenommen wurde“. Seit Jahren setzt sich der Verband für die bessere Teilhabe Gehörloser am Leben ein und leistet aktiv Aufklärungsarbeit.

Absolut tabu in der Weihnachtspost seien Werbung, Gutscheine oder Rabattaktionen, findet die PR-Beraterin Uta Botoevics: „Herzliche Grüße und ein freundliches Dankeschön sind die beste Werbung für ein Unternehmen.“ Will man Kosten sparen, ist auch der Versand per Mail ein Weg. Dann aber bitte nicht als normalen Text, sondern gerne etwas aufgehübscht mit Bildern und einer eingescannten Unterschrift.

Niemanden zu vergessen, hat indes oberste Priorität. Nichts können Kunden oder Mitarbeiter übler nehmen, als bei der Weihnachtspost außen vor gelassen zu werden. Also: Halten Sie Ihren Mail-Verteiler vollständig und versenden Sie lieber einen Gruß mehr als einen zu wenig.

Zehn Promis fürs Weihnachts-Shopping
InTouch Awards 2014 in Düsseldorf
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Platz 5 (Männer): Carmen Geiss

Im Durchschnitt geben die Deutschen dieses Jahr 307 Euro für ihre Geschenke aus, sechs Euro weniger als im Vorjahr. Mit TV-Millionärin Carmen Geiss als Shoppingbegleitung könnten die Männer allerdings mehr ausgeben: Sieben Prozent wollen mit der Millionärsgattin Geschenke kaufen gehen. Spaß würde es allemal machen und vielleicht würde auch ihr „Robäärt“ mitkommen. Zuletzt hat sie in Düsseldorf einen "InTouch Awards 2014" erhalten - in der Kategorie „TV-Persönlichkeit 2014“.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage, online von Payback durchgeführt, befragt wurden insgesamt 1.009 Kunden.

"CIRCUS HALLIGALLI"
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Platz 5 (Frauen): Joko & Klaas

Mit waghalsigen Mutproben kennen sich Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf bestens aus. Da würde eine Weihnachts-Shoppingtour mit Frauen eher eine Entspannung sein. Elf Prozent der befragten Frauen wollen mit den beiden Moderatoren Geschenke einkaufen.

Meryl Streep
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Platz 4 (Männer): Meryl Streep

Neun Prozent der Männer wollen ihre Weihnachtsgeschenke mit Meryl Streep einkaufen. Die 65-jährige Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin im Jahre 2012 könnte mit guten Tipps helfen, schließlich hat sie selbst vier Kinder.

"Wetten, dass..?" aus Offenburg
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Platz 4 (Frauen): Markus Lanz

Oft gerät Markus Lanz in Kritik, zuletzt wegen seines Schnäuzers. Doch für viele Frauen ist der Moderator der absolute Traummann. Das beweist auch die Umfrage: Zwölf Prozent der Frauen wünschen sich Lanz als Weihnachtsshopping-Begleitung.

Television presenter Hunziker poses as she arrives to attend the Celebrity Fight Night event in Florence
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Platz 3 (Männer): Michelle Hunziker

Die sympathische Fernseh-Moderatorin: 15 Prozent der Männer wollen mit Michelle Hunziker auf Weihnachts-Shoppingtour. Mit der schwangeren Moderatorin könnte das sehr gemütlich werden.

"Das Supertalent " - Die Juroren
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Und wer sich jetzt fragt: Was ist denn mit den beiden Kollegen, mit denen Michelle Hunziker zusammen in der Jury der RTL-Reihe „Das Supertalent“ saß? Pech für Dieter Bohlen (links) und Thomas Gottschalk. Beide sind nicht in den Top10. Dafür aber ...

Elyas M'Barek
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Platz 3 (Frauen): Elyas M'Barek

Zum drittliebsten Einkaufsbegleiter wählten die befragten Frauen „Fuck ju Göhte“-Star Elyas M'Barek. Mit 15 Prozent verpasst der Schauspieler ganz knapp die Spitzenposition in der Umfrage.

Auf zu viele und aufdringliche Effekte wie Musik, animierte Bilder oder kitschige Elche und Herzchen sollte im Interesse der Kunden verzichtet werden. Frei nach dem Motto: Weniger ist mehr!

„Außerdem sollten Sie etwas zu erzählen haben. Denn nur die Anrede und ein 'Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch' wirkt lieblos“, sagt Boroevics. Bei jüngeren Kunden könnte man auch auf englische Varianten wie „Merry X-Mas“ zurückgreifen, sagt Michaela Rung-Kraus von der Agentur Wort & Text.

Egal ob auf Deutsch, Englisch oder Suaheli – das Wichtigste ist das Timing. Idealerweise sollte die Grußkarte zehn bis 14 Tage vor dem Fest beim Empfänger eintreffen. Ist es schon zu spät, besteht immer noch die Möglichkeit, auf einen Neujahrsgruß auszuweichen oder die Weihnachtspost per Mail zu verschicken.

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