Tödliche US-Tornado
Neun Menschen sterben in Schnee und Eis

Heftige Winterstürme mit Schnee, Regen und starken Windböen sind über die USA hinweg gezogen und haben mindestens neun Menschen das Leben gekostet. Hunderttausende waren zeitweise ohne Strom, tausende Flüge fielen aus.
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Washington/New YorkSchwere Winterstürme mit Schnee, Regen und starken Windböen haben in den USA vielerorts den Strom gekappt und die Reisepläne vieler Menschen zum Fest durcheinandergewirbelt. Mindestens neun Menschen seien seit Dienstag in Zusammenhang mit dem Winterwetter ums Leben gekommen, berichteten US-Medien am Donnerstag. Fast 300 000 Menschen im Mittleren Westen und Süden der USA seien zeitweise ohne Strom gewesen, berichtete der Fernsehsender ABC. Mehr als 2000 Flüge fielen aus. Auch der Osten Kanadas war betroffen.

Im US-Bundesstaat Arkansas starben zwei ein und zwei Jahre alte Kinder bei einem Autounfall auf schneeglatter Straße. Ein Mann und eine Frau kamen im Bundesstaat Indiana ums Leben, als sie auf eisiger Straße die Kontrolle über ihren Roller verloren und von einem Lastwagen gerammt wurden. Auf den Straßen Oklahomas starben bei widrigen Wetterbedingungen zwei Menschen bei Verkehrsunfällen. In Texas und Louisiana wurden Menschen von Bäumen erschlagen, die unter der Schneelast zusammenbrachen.

Der Sturm hatte sich Anfang der Woche im Mittleren Westen zusammengebraut. Fast 30 Tornados wurden allein am Dienstag gemeldet - laut Nachrichtensender CNN die bisher höchste Zahl an einem Weihnachtstag in den USA. In der Hafenstadt Mobile im Bundesstaat Alabama richtete ein Wirbelsturm schwere Verwüstungen an.

Little Rock, die Hauptstadt des US-Bundesstaats Arkansas, erlebte derweil die weißesten Weihnachten seit fast 90 Jahren. Während es dort sonst nur sehr selten schneit, bescherte die Sturmfront der Stadt diesmal eine mehr als 20 Zentimeter hohe Schneedecke. In Teilen Neuenglands gab es heftige Schneefälle und Glatteis. Auch in Ostküsten-Metropolen wie Boston und New York schneite und stürmte es. Von Schäden wurde aber zunächst nichts bekannt. Am Donnerstag sollte das Schlechtwettergebiet Meteorologen zufolge in Richtung Nordosten weiterziehen und sich dann langsam auflösen.

 


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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