Top-Sommelier Ralf Pinzenscham aus dem 1-Sterne-Restaurant „Top Air“ am Stuttgarter Flughafen
Nachgefragt: Top-Sommelier Ralf Pinzenscham

Was ist für Sie das Besondere am Sherry?

Die Vielfalt, in der man die unterschiedlichen Sherrytypen einsetzen kann. Er ist weit mehr als nur der beliebte Apéritif.

Wie würden Sie den Stellenwert der Sherries unter deutschen Weintrinkern einschätzen?

Der Stellenwert ist gestiegen, vor allem bei der jüngeren Generation. Dennoch ist vielen Deutschen die Möglichkeit, Sherry als Essensbegleiter oder einfach mal so zwischendurch zu benutzen, noch völlig unbekannt. Um Sherry richtig zu verstehen, muss man sich erst richtig "reintrinken".

Aus welchen Gläsern und mit welcher Temperatur schmeckt Sherry am besten?

Das klassische tulpenförmige Sherryglas, die "Copita", ist als Universalglas gut geeignet. Aber auch ein etwas bauchigeres Weinglas, das sich nach oben hin verengt, ist vor allem bei den kräftigeren und süssen Sherrytypen zu empfehlen. Die ideale Temperatur ist abhängig vom Sherrytyp. Die Finos trinken sich gut gekühlt am besten (ca. 7° C), während sich zum Beispiel für einen Palo Cortado eine Temperatur von 16° C empfiehlt. Wärmer sollte man keinen Sherry servieren.

Wie bewahrt man Sherry nach dem Öffnen aus?

Wenn man geöffneten Sherry nicht zu warm aufbewahrt und ihn vor allzu starker Sonneneinstrahlung schützt, hat man länger Freude an einer geöffneten Flasche. Allerdings sollte man dafür sorgen, dass die Flasche stets gut verschlossen ist.

Was ist Ihre liebste Sherry-Kombination?

Am liebsten bevorzuge ich einen Fino als "kleinen Erfrischer“ so zwischendurch. Wenn dann vielleicht noch ein paar Cracker in der Nähe stehen...

Und Ihr erstaunlichstes Sherry-Erlebnis?

Wundervoll war ein Schokoladen-Walnusssoufflé unseres Küchenchefs Claudio Urru, das mit einem Pedro Ximenes-Sherry seine Vollendung erlangte. Einfach traumhaft.

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