Tot aufgefundene US-Schauspielerin Neue Hoffnung für Klärung des mysteriösen Todes von Natalie Wood?

Die US-Schauspielerin wurde 1981 tot im Meer vor der kalifornischen Küste gefunden. Ursprünglich gingen die Ermittler von einem Unfall aus. Doch nun möchten sie noch einmal mit dem Witwer sprechen.
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Seit der Fall wieder aufgerollt wurde, haben sich mehrere neue Zeugen gemeldet. Quelle: imago/ZUMA Press
Hollywood-Star Natalie Wood

Seit der Fall wieder aufgerollt wurde, haben sich mehrere neue Zeugen gemeldet.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Los AngelesMehr als 36 Jahre nach dem Tod von US-Schauspielerin Natalie Wood wollen Ermittler ihren inzwischen 87-jährigen Ehemann Robert Wagner noch einmal vernehmen. Neu aufgetauchte Hinweise lassen die Behörden hoffen, das Rätsel um die Umstände ihres Todes doch noch klären zu können.

Wood, drei Mal für einen Oscar nominiert und bekannt durch ihre Rolle in Filmen wie „...denn sie wissen nicht, was sie tun“ und „West Side Story“, wurde in den Gewässern vor der Insel Catalina im Süden Kaliforniens tot aufgefunden. Sie hatte am Thanksgiving-Wochenende 1981 auf einer Jacht mit ihrem Ehemann Wagner, dem Schauspieler Christopher Walken und dem Kapitän des Boots Alkohol getrunken. Die Ermittler gingen ursprünglich von einem Unfall aus.

Doch der Fall wurde 2011 neu aufgerollt, nachdem der Kapitän erklärt hatte, er habe das Ehepaar in der Nacht von Woods Verschwinden streiten hören. Woods Tod wurde daraufhin als verdächtig eingestuft und Wagner zur „Person von Interesse“ erklärt. Zuvor hätten sich mehr als fünf Jahre lang keine Ermittler bei Wagner gemeldet, sagten dessen Agent und eine Sprecherin des Sheriffs. Wagner, bekannt aus Fernsehserien wie „Ihr Auftritt, Al Mundy“ und „Hart aber herzlich“ sowie Filmen wie „Prinz Eisenherz“ und der „Austin Powers“-Trilogie, bestreitet jede Beteiligung an Woods Tod. Sein Anwalt hat erklärt, er kooperiere mit den Ermittlern.

Diese Stars verdienen Millionen – auch Jahre nach ihrem Tod
Forbes Magazine
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Als erfolgreichstes Wirtschaftsmagazin stellt das Forbes Magazine regelmäßig verschiedene Rankings auf. Die bekanntesten sind die Aufstellungen zu den reichsten oder den mächtigsten Personen der Welt. Seit einigen Jahren vergleicht Forbes die Einnahmen bereits verstorbener Stars in zwölf Monaten, die aufgrund von Lizenzen und Bildrechten zusammenkommen. Aus den Zahlen seit Oktober 2016 ist die aktuelle Liste entstanden. (Quelle: statista.com)

Platz 13: Bettie Page
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Das Aktmodell Bettie Page wurde in den 1950er Jahren durch eine Reihe von Pin-Up-Bildern bekannt, die sie zur Ikone machten. 1957 verschwand sie plötzlich aus dem Rampenlicht – weil sie sich für zu alt für den Job hielt. Sie gilt als meistfotografierte Frau der Welt; öfter als Marilyn Monroe und Cindy Crawford soll sie in die Kamera gelächelt haben. Später verweigerte sie bei jedem Interview Fotoaufnahmen – damit die Welt sie als „jungen Menschen in Erinnerung“ behielt.

Sieben Millionen US-Dollar „verdiente“ Page im vergangenen Jahr und eröffnet damit das Ranking der verstorbenen Bestverdiener. Schon in den Vorjahren war sie dabei, allerdings mit einem viel geringeren Wert. Dann kam in einigen US-Bundesstaaten eine neue Modekollektion mit dem Namen des Models in die Läden – und steigerte die Einnahmen des 2008 verstorbenen Models um über eine Million US-Dollar.

Platz 12: Elizabeth Taylor
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Sie gilt als Inbegriff einer Diva: Die britische Schauspielerin Elizabeth Rosemond Taylor wurde schon als Kind zum Star und war später auf den roten Teppichen der Welt zu Hause. Ihre Filme sind nach wie vor beliebt und jede öffentliche Vorführung lässt die Kassen klingeln. Immer wieder versteigern New Yorker Auktionshäuser außerdem Juwelen aus ihrer Sammlung. Diamanten und Smaragde tragen ebenso wie die Filme zu den acht Millionen Dollar Einnahmen jährlich bei.

Platz 11: David Bowie
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Vor zwei Jahren ist der britische Musiker David Bowie gestorben, das Geschäft aber geht weiter: 9,5 Millionen US-Dollar sind seitdem zum Vermögen hinzugekommen. Nahezu obsessiv sammelte der Brite Kunst, von der ein Teil 2016 beim Londoner Auktionshaus Sotheby's versteigert wurde: unter anderem das Gemälde „Air Power“ von Jean-Michel Basquiats, das für 8,1 Millionen Pfund an einen unbekannten Bieter ging.

Platz 10: Einstein
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Sein Name ist Synonym für Genialität, sein Gesicht Bildnis für die Verrücktheit im Genialen. Albert Einstein ist auch über sieben Jahrzehnte nach seinem Tod ein beliebtes Werbe-Testimonial. Aber die Regeln sind streng; wer mit dem Physiker werben will, muss bestimmte Kriterien erfüllen. Eine israelische Agentur verwaltet neben den Rechten des berühmten Wissenschaftlers auch die von Charlie Chaplin und Elvis Presley. Jährlich kommen über Marketing mit dem Erfinder der Relativitätstheorie Einnahmen von zehn Millionen US-Dollar zusammen.

Platz 9: John Lennon
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Über 12 Millionen US-Dollar jährlich kann sich John Lennons Witwe freuen: Soviel bringen die „Marke Lennon“ und die Musiklizenzen der 13 Musikalben der Beatles ein. Die überlebenden Beatles Paul McCartney und Ringo Starr verdienen dank dieser Rechte rund 91.000 Euro – am Tag.

Platz 8: Theodor Geisel
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Auf dem achten Platz landet der amerikanische Kinderbuchautor Theodor Geisel, vielen besser bekannt als Dr. Seuss. Seine Bücher wie „Ein Kater macht Theater“ oder Buchverfilmungen wie „Horton hört ein Hu!“ bringen jährlich 16 Millionen US-Dollar ein.

Seit der Fall wieder aufgerollt wurde, haben sich mehrere neue Zeugen gemeldet. Einer schilderte nach Angaben von Sheriff John Corina, wie er Schreie und krachende Geräusche aus der Privatkabine des Paars gehört habe. Wenig später hörten andere Zeugen, die sich auf einem Boot in der Nähe befanden, einen Mann und eine Frau im Heck von deren Boot streiten, wie Corina weiter sagte. Die Zeugen hätten erklärt, sie glaubten, dass es die Stimmen von Wood und Wagner gewesen seien.

Diese Aussagen stimmen überein mit der Schilderung von Kapitän Dennis Davern. Er hat erklärt, er habe das Paar in dessen Kabine streiten hören. Als er zur Kabine gegangen sei, habe Wagner ihn aufgefordert, sich zu entfernen. Schließlich hätten Wagner und Wood ihren Streit im Heck des Boots fortgesetzt, sagte Davern laut dem Sheriff aus. Wagner war als „letzte Person bei ihr, streitend, bevor alles ruhig wurde“, sagte Corina. Die Gerichtsmedizin ergänzte den Totenschein um den Zusatz „Ertrinken und andere nicht eindeutige Faktoren“. Wagners Äußerungen gegenüber Ermittlern nach dem Tod seiner Frau und spätere Stellungnahmen zu dem Fall „stimmen wirklich nicht mit dem überein, was wir vorgefunden haben“, sagte der Sheriff.

Woods Schwester Lana Wood sagte im Fernsehprogramm „Inside Edition“, sie glaube nicht, dass Wagner den Ermittlern über die Vorgänge auf dem Boot die ganze Geschichte erzählt habe. „Jemand lügt“, sagte sie. „Jemand hat ihr wehgetan. Ich weiß, dass sich Dinge zum Schlechten wenden. Ich weiß, dass Leute die Beherrschung verlieren. Ich weiß, dass schlimme Dinge passieren, obwohl man es nicht will. Also, steh auf und sag mir das.“

  • dpa
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