Tote bei Zugbrand in Japan

Zugpassagier hat sich wohl selbst angezündet

Bei einem vermeintlichen Selbstmordversuch sind in einem japanischen Zug womöglich zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Berichten soll sich ein Passagier mit Öl übergossen und angezündet haben.
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Schockierte Augenzeugen: Mann zündet sich im Zug an

TokioBei einem mutmaßlichen Suizidversuch in einem Hochgeschwindigkeitszug in Japan sind womöglich zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Passagier habe sich mit Öl übergossen und dieses in Brand gesetzt, sagte ein Sprecher der Bahngesellschaft JR Central am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Der Vorfall ereignete sich demnach nahe Odawara rund 70 Kilometer südwestlich von Tokio in einem Zug auf dem Weg von der japanischen Hauptstadt nach Osaka.

„Wir haben die Information erhalten, dass ein Feuer in der Nähe einer Toilette ausgebrochen ist und zwei Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr von Odawara. Weitere Fahrgäste seien bei dem Vorfall verletzt worden.

Japans Concorde für die Schiene
Futuristische Form
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Die Schnauze langgezogen und flach, der Rumpf schlank und lang mit Fenstern, deren Form an Flugzeuge erinnern, gleitet der Zug wie aus einem Science-Fiction-Film in den Bahnhof Tokio ein. Die faszinierende Aura, die Japans Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen umgibt, vermag nicht nur bei Eisenbahnfreaks ein ähnliches Staunen hervorzurufen wie einst das Überschallflugzeug Concorde.

Fast makellose Sicherheitsbilanz
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Doch anders als die Concorde hat der Shinkansen, der am 1. Oktober 1964 weltweit die Ära der Hochgeschwindigkeitszüge einläutete, eine so gut wie makellose Sicherheitsbilanz vorzuweisen. Seit Inbetriebnahme vor 50 Jahren ist kein einziger Mensch bei einem Unfall im Shinkansen gestorben.

Mit dem Shinkansen zur Wirtschaftsmacht
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Als vor über 50 Jahren der erste Shinkansen durch Japan brauste, begann der Aufstieg des Landes zur Wirtschaftsmacht. Nicht einmal zwei Jahrzehnte zuvor hatte Japan im Zweiten Weltkrieg eine bittere Niederlage erlitten, nun präsentierte es mit dem schlanken Shinkansen Spitzentechnologie und eines der modernsten Verkehrssysteme der Welt.

Rechtzeitig zu den Olympischen Spielen in Tokio fertig
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Die erste Strecke mit einer Länge von rund 515 Kilometern war an jenem 1. Oktober 1964 rechtzeitig zu den Olympischen Spielen in Tokio zwischen der Hauptstadt und Osaka eröffnet worden. Seither wurde das Streckennetz des Shinkansen, was auf Deutsch „Neue Hauptstrecke“ bedeutet, immer mehr ausgebaut.

Heute umfasst das Streckennetz nach Angaben der japanischen Außenhandelsorganisation Jetro eine Gesamtlänge von 2663 Kilometern. Mehr als 10 Milliarden Fahrgäste wurden in den vergangenen 50 Jahren darauf befördert.

Prominente Passagiere
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Unter ihnen befanden sich auch zahlreiche Prominente wie hier Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bei ihrem Japan-Besuch im August 2007 nutzte sie den Shinkansen für ihre Reise von Tokio in die alte Kaiserstadt Kyoto.

Mit dem Zug die Heimat neu entdecken
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Viele Japaner entdeckten mit dem Shinkansen ihr Land neu. So bietet die Trasse grandiose Sicht auf Japans höchsten Berg, den majestätischen Fuji. Der futuristische Zug vor dem schneebedeckten Vulkan liefert das perfekte Symbolbild für Japans Mischung aus alt und neu.

Seiner Zeit weit voraus
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Die Japaner waren ihrer Zeit weit voraus. Der Erfolg des Shinkansen sollte später auf viele Staaten Europas ausstrahlen. Heute fahren zwar auch in anderen Ländern Hochgeschwindigkeitszüge, darunter der ICE in Deutschland. Dennoch haftet Japans „bullet trains“ (Geschoss-Züge) mit ihrem futuristischen Design weiter eine Aura an, die sie von anderen unterscheidet.

Der japanische Sender NHK berichtete, im ersten Wagen des Zugs seien zwei leblose Menschen gefunden worden, allerdings an den entgegengesetzten Enden des Wagens. Auf Fernsehbildern war weißer Rauch über einem stehenden Zug zu sehen. Um ihn herum waren Feuerwehrleute im Einsatz.

Japans Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge zeichnen sich durch ihre Pünktlichkeit und Sicherheit aus. In einem halben Jahrhundert kam noch nie jemand bei einem Shinkansen-Unfall ums Leben.

  • afp
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