Tote und Vermisste: Dutzende Nachbeben erschüttern Christchurch

Tote und Vermisste
Dutzende Nachbeben erschüttern Christchurch

Die neuseeländische Großstadt Christchurch kommt nicht zur Ruhe: nach dem schweren Erdstoß wurden bisher und 30 Nachbeben gezählt. Die Regierung erwartet weitere Opfer, noch immer sind Hunderte Menschen verschüttet.
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WellingtonBei einem schweren Erdbeben sind in Neuseeland mindestens 65 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte Verschüttete waren am Dienstag noch in den Trümmern eingeschlossen. Die Regierung rechnete mit weiteren Opfern. Die Innenstadt von Christchurch auf der Südinsel wurde teilweise zerstört.

Die Stadt erlebte mehr als 30 teils heftige Nachbeben. Mehr als 2000 Einwohner trauten sich nicht in ihre Häuser zurück und gingen in Notunterkünfte. Die Einwohner sprachen von Chaos und Panik. Tausende rannten schreiend ins Freie. Eingeschlossene riefen aus den Trümmern um Hilfe. Blutüberströmte Menschen liefen orientierungslos herum.

Die Behörden konnten keine Angaben über ausländische Opfer machen. Es sei leider zu erwarten, dass Touristen und ausländische Studenten betroffen seien, sagte der stellvertretende Regierungschef Bill English.

Queen Elizabeth II. sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Sie sei „zutiefst betroffen“ über das Unglück, erklärte sie in einem Schreiben an Premierminister John Key. Die Europäische Union (EU) bot der neuseeländischen Regierung Hilfe und Unterstützung an.

Das Beben der Stärke 6,3 hatte Christchurch, die zweitgrößte neuseeländische Stadt mit etwa 390.000 Einwohnern, um 12.51 Uhr Ortszeit erschüttert. In den Büros und Geschäften herrschte Hochbetrieb. Es stürzten auch Gebäude ein, die nach neuesten Standards für Erdbebensicherheit gebaut worden waren, wie English sagte. Auch der Turm der mehr als 100 Jahre alten Kathedrale hielt den Naturgewalten nicht stand.

Erst im September war Neuseeland von einem Erdbeben der Stärke 7,1 erschüttert worden. Damals starb nur ein Mensch. Die Region im Südpazifik ist stark erdbebengefährdet. Die Indo-Australische und Pazifische Platte der Erde reiben sich dort aneinander.

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