Totenfeier am Dienstag
Busfahrer war wohl eingeschlafen

Wahrscheinlich ist der Fahrer am Steuer eingeschlafen und hat dadurch das verheerende Busunglück in Belgien ausgelöst, bei dem am Wochenende elf Menschen ums Leben kamen.

HB BRÜSSEL. Der Busfahrer war wahrscheinlich übermüdet, sagte der zuständige Staatsanwalt Claude Michaux in Mons der dpa am Montag. Außerdem sei er zu schnell gefahren. In den Flammen des verunglückten Reisebusses aus Franken kam auch der Fahrer ums Leben. 37 Menschen konnten sich retten.

Mehrere Überlebende sagte nach Angaben Michaux' aus, der 49 Jahre alte Fahrer habe mehrfach geblinzelt und sich die Augen gerieben. Ein Lastwagenfahrer sagte, der Bus habe ihn mit hoher Geschwindigkeit und in einem gefährlichen Manöver überholt, bevor er am Grenzposten von Hensies in eine Fahrbahnbegrenzung aus Beton krachte und Feuer fing. Der überholte Lastwagen war laut Tachoscheibe mit knapp 100 Kilometern pro Stunde unterwegs.

Die getöteten Insassen - acht Frauen und drei Männer - waren nach Angaben des Staatsanwalts im Alter von 18 bis Anfang 30. Der Busfahrer war das älteste Todesopfer. Fünf Verletzte sollten noch am Montag die Heimreise nach Deutschland antreten. Für Dienstag ist eine Totenfeier in der Nähe des Unfallorts geplant.

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