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Tradition: Mexikos Mariachi-Musik ist Kulturerbe

Die weltbekannte Mariachi-Musik aus Mexiko gehört ab sofort zum immateriellen Kulturerbe der Unesco. Über die Wurzeln der Mariachi gibt es bis heute einige Geheimnisse.

Eine Mariachi-Gruppe in Guadalajara, im mexikanischen Staat Jalisco. Quelle: dpa
Eine Mariachi-Gruppe in Guadalajara, im mexikanischen Staat Jalisco. Quelle: dpa

Nusa Dua, BerlinDie Mariachi-Musik aus Mexiko gehört nun zum immateriellen Kulturerbe der Unesco. Sie sei ein wichtiger Bestandteil der mexikanischen Kultur, begründete die Unesco ihre Entscheidung auf einer Konferenz auf der indonesischen Insel Bali am Sonntag. Das breite Repertoire umfasse Lieder verschiedener Regionen und Stile wie Menuett, Polka oder Walzer und verbinde sie mit den „corridos“, typisch mexikanischen Balladen, die von Kämpfen, Heldentaten und Liebesaffären erzählen.

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Traditionelle Gruppen tragen Trachten im Stil des „charro“, des mexikanischen Cowboys, und bestehen aus mindestens vier Musikern. Die moderne Mariachi-Musik habe außerdem neue Genres aufgenommen, etwa die aus Kolumbien stammende „cumbia“. Die Kunst des Mariachi-Gesangs werde meist vom Vater auf den Sohn weitergegeben. „Mariachi-Musik vermittelt Werte des Respekts für das Erbe der Regionen Mexikos und für die lokale Geschichte“, erklärte die Unesco.

Woher der Name kommt, weiß man nicht genau. Einige meine, er stammt vom französischen Wort „Mariage“ (Hochzeit) und bürgerte sich während der französischen Invasion im 19. Jahrhundert ein. Aber wahrscheinlich gibt es das Wort schon länger und es hat einheimische Wurzeln.

Im Unterschied zum Weltkulturerbe wie zum Beispiel dem Kölner Dom geht es beim immateriellen Kulturerbe der Unesco um gelebte Traditionen. Zu diesem Erbe gehört unter anderem der Flamenco und die Mittelmeerküche.

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