Tränengasgranaten in Moschee
Polizei kann Gewaltwelle in Pariser Vorort nicht stoppen

HB PARIS. Trotzt einer massiven Polizeipräsenz ist es in dem Pariser Vorort Clichy-sous-Bois in der vierten Nacht hintereinander zu Gewaltausbrüchen gekommen. Zwei Tränengas-Granaten explodierten am Sonntagabend in einer Moschee, was zu einer panikartigen Flucht der Gläubigen führte. Personen wurden dabei jedoch nicht verletzt, teilte die Polizei am Montag mit.

Sechs Polizisten seien durch Steinwürfe leicht verletzt worden und elf Personen seien vorläufig festgenommen worden. Jugendliche Randalierer, die bereits in den vergangenen Nächten dutzende Autos in Brand gesteckt hatten, zündeten erneut acht Personenwagen an. Gegen Mitternacht beruhigte sich die Lage wieder.

Auslöser der Unruhen war der Unfalltod zweier Jugendlicher am vergangenen Donnerstag. Sie glaubten sich von der Polizei verfolgt und hatten sich in einem Transformatorhäuschen versteckt, wo sie von Stromschlägen tödlich verletzt wurden. Innenminister Nicolas Sarkozy hat eine Untersuchung zum Ablauf der Ereignisse zugesichert und will die Familien der Opfer persönlich treffen.

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