Tragödie in Italien
Mann in Neapel eröffnet Feuer auf Passanten

Ein Mann geht in Neapel auf seinen Balkon und eröffnet mit einer Pumpgun das Feuer auf Passanten und Polizisten. Zuvor richtete er vermutlich ein Blutbad in seinem Haus an. Der mutmaßliche Täter ergab sich schließlich.
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NeapelEin Mann hat in Neapel vermutlich vier Menschen getötet und vom Balkon seiner Wohnung auf Passanten und Polizisten geschossen. Mindestens fünf Menschen seien verletzt worden, berichteten die lokale Zeitung „Il Mattino“ und andere italienische Medien am Freitag. Der Mann war demnach mit einer Pumpgun bewaffnet und habe unter anderem seinen Bruder und dessen Frau umgebracht. Laut „Il Mattino“ ergab sich der Täter später.

Die Straße in einem Wohngebiet in der süditalienischen Stadt wurde weiträumig abgesperrt. Den Berichten zufolge soll der Schütze - ein Krankenpfleger - zuerst auf seine Frau in der Wohnung und dann vom Balkon auf Passanten und Polizisten geschossen haben. Auf der Straße sollen laut „Il Mattino“ unter anderem Rollerfahrer und Polizisten verletzt worden sein.

Die Waffe habe er besessen, weil sein Hobby die Jagd sei. Der Mann habe zudem gedroht, die Wohnung mit Gasflaschen in die Luft gehen zu lassen. Das Motiv war zunächst unklar, spekuliert wurde über einen Streit mit dem Bruder.

Der Vorfall ereignete sich im Stadtteil Secondigliano, ein sozialer Brennpunkt Neapels. Der Bürgermeister von Neapel sprach von einer „ungeheueren Tragödie“ und sagte eine Feier zur Eröffnung einer Metrolinie mit dem italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi, die für Samstag geplant war, ab.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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