Trainingsbeginn
Big Applaus

Schönheit im November muss man sich vermutlich immer selbst erkämpfen, und zum Befriedigendsten gehört sicher eines: der Marathon in der Hauptstadt der Welt. Keinen Startplatz zum Marathon in New York? Dann fangen Sie an zu trainieren.

DÜSSELDORF. Zum Befriedigendsten, das man im Leben je erreichen wird, gehört sicher eines: der Marathon in der Hauptstadt der Welt. Vorausgesetzt, man hat genug trainiert, um sich hier weder umzubringen noch völlig zum Big Affen zu machen – aber wahrscheinlich ist das ein frommer Wunsch. Wenn nicht: Zwei Wohltätigkeitsorganisationen bieten gegen Spenden für einen wie auch immer gearteten guten Zweck noch ein paar Plätze im rappelvollen Starterfeld. Für Internauten: www.ingnycmarathon.org/about/charities.php.

Alle anderen sollten endlich mit dem Training beginnen, wir sehen uns dann am ersten Sonntag im November 2007 auf der Queensborough Bridge.

Wer als Marathon-Zuschauer im New Yorker W-Hotel oder in einem Hyatt wohnt, der kann gleich an diesem Wochenende mit dem neuen TrainAway-Paket beginnen, einem Set von Puma bestehend aus Jacke, Hose und Schuhen, die sich zusammen auf die Größe eines gebratenen Truthahns zusammenfalten lassen. Das W- oder Hyatt-Hotel stellt dann einen Personal Trainer oder zumindest eine Karte mit den besten Laufstrecken, das machen sie jetzt überall auf der Welt.

Und weil der gute Zweck von vorhin ja wegfällt, weil wir uns nicht auf die echte Strecke trauen, die, nebenbei, auch für Profis echt hart ist, denn die besten Zeiten liegen zwei Minuten über denen bei anderen Marathons, tun wir Gutes mit einem nagelneuen iPod Nano in Rot oder neudeutsch red, der Initiative gegen Aids in Afrika von U2-Sänger Bono.

Das Beste: Der Nano funktioniert mit dem Nike-Plus-System von Apple, bei dem man sich einen Sender in den speziellen Schuh steckt. Und dann sagt einem der Nano beim Joggen, wie weit man schon gelaufen ist und so noch einiges andere. „Bis zum Ziel sind es noch 42 195 Meter“, zum Beispiel. Seit genau 30 Jahren führt der New-York-City-Marathon nun schon durch alle fünf Bezirke der Stadt, und die Tatsache, dass wir alle fünf kennen, ist vor allem einem geschuldet: den Filmen.

Das Verbindungsbüro des Bürgermeisters zu den Produktionsfirmen, The Mayor’s Office of Film, Theatre and Broadcasting, ist sogar noch zehn Jahre älter als die Laufstrecke durch Staten Island, Brooklyn, Queens, Bronx und Manhattan, nämlich 40 Jahre, und pünktlich zum Jubiläum gibt es mit dem Buch „Scenes from the City“ eine Art Reiseführer durch „Hollywood Ost“ heraus.

Wie wäre es also mit einem Lauf durch die Sets von, sagen wir, „Taxi Driver“, „Tootsie“, „Asphalt Cowboy“ und einer Reihe Woody-Allen-Filme? Ihr neuer iPod wird sagen: „Sie sind gerade zwei Stunden gelaufen. Nur noch 40 000 Meter bis zum Ziel.“

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