Trauerfeier in Augusta
Letzter Abschied vom „Godfather of Soul“

Mit einem großen Abschiedskonzert haben Fans und Freunde James Brown in seiner Heimatstadt Augusta die letzte Ehre erwiesen. An der vierstündigen Trauerfeier nahmen auch Popsänger Michael Jackson, der Bürgerrechtler Jesse Jackson und frühere Bandmitglieder wie Bootsy Collins und Bobby Byrd teil.

HB AUGUSTA/NEW YORK. Tausende tanzten unter Tränen nochmals zu den mitreißenden Klängen seiner Musik, ehe der legendäre „Godfather of Soul“ im engsten Familienkreis beigesetzt wurde. „Ich liebe Dich, und ich werde Dich vermissen, und ich liebe Dich so sehr“, sagte Michael Jackson vor rund 8000 Gästen im James Brown Stadium. „Danke Dir für alles.“ Bürgerrechtler Al Sharpton würdigte vor allem Browns Verdienste um das Selbstbewusstsein der schwarzen Musik. „Niemand hat tiefer angefangen und ist höher gekommen als James Brown.“

Zuvor waren Freunde und Anhänger stundenlang stumm an dem in der Arena aufgebahrten Leichnam vorbeigezogen. Mit schwarzem Anzug und rotem Hemd lag Brown in einem Meer von Blumen und Kränzen in seinem vergoldeten, mit weißem Tuch ausgeschlagenen Sarg. Seine Lebensgefährtin Tomi Rae Hynie sang zum Abschied den Klassiker „Hold On, I'm Comin'“ (Warte, ich komme). Sie beugte sich über den Sarg, gab Brown einen letzten Abschiedskuss und legte eine Blume nieder. Über Lautsprecher verfolgten auch außerhalb des Stadions Unzählige die Zeremonie.

James Brown war am Weihnachtsmorgen im Alter von 73 Jahren nach einer verschleppten Lungenentzündung an Herzversagen gestorben. Schon am Donnerstag hatten sich bei einer ersten Trauerfeier tausende Anhänger von ihm verabschiedet. Sein Leichnam war dafür von Atlanta nach New York gebracht und dort im legendären Apollo Theater im schwarzen Stadtteil Harlem aufgebahrt worden. Am Freitag hatte es in Augusta eine kleinere private Trauerfeier gegeben, an der rund 300 Familienangehörige und enge Freunde teilnahmen.

In Augusta, einem kleinen Nest im US-Bundesstaat Georgia an der Grenze zu South Carolina, war Brown unter ärmlichen Verhältnissen bei einer Tante aufgewachsen, ehe er zum „Godfather of Soul“ (Pate des Soul) aufstieg. Das Stadion, im dem sein „Heimkommen“ und „Heimgehen“ am Samstag gefeiert wurde, war erst vor vier Monaten nach ihm benannt worden. Eine Bronzestatue von ihm unweit der Arena ist seit Tagen mit Blumen überhäuft, Autos drehen beim Vorbeifahren ihre Lautsprecher mit seinen Songs voll auf.

James Brown galt als einer der wichtigsten musikalischen Trendsetter der vergangenen 50 Jahre. Er war Wegbereiter des HipHop, Funk, Rap und Disco-Sounds. Zu seinen bekanntesten Songs gehören Millionenhits wie „Please, Please, Please“, „Sex Machine“ und „Papa's Got A Brand New Bag“. on Mogadischu.

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