Treffen mit den Müttern der Opfer
Putin will Drama von Beslan untersuchen lassen

Russlands Präsident Wladimir Putin hat ein Jahr nach dem Geiseldrama von Beslan Müttern damals getöteter Kinder Ermittlungen zur Verantwortung der Sicherheitsbehörden versprochen. Zwar könne kein Staat völligen Schutz vor Terrorismus bieten, sagte Putin am Freitag im russischen Fernsehen. Aber das dürfe keine Missachtung offizieller Pflichten rechtfertigen.

HB MOSKAU. Viele Angehörige der Opfer werfen den Behörden vor, insbesondere durch ihren gewaltsamen Angriff auf die Geiselnehmer die Zahl der Toten erhöht zu haben. Bei dem Geiseldrama in einer Schule kamen 331 Kinder, Eltern und Lehrer ums Leben.

Mütter der getöteten Kinder waren am Freitag nach Moskau gereist, um Putin zu fragen, warum noch niemand für das Drama bestraft wurde. Das Treffen sollte jedoch streng von der Öffentlichkeit abgeschirmt werden. Ausländische Medien wurden nicht eingeladen. Das staatliche Fernsehen brach die Übertragung nach der Rede Putins ab und zeigte nicht die Diskussion mit den Müttern. Ein Sprecher des Präsidialamts sagte, es würden keine Details bekannt gegeben.

Tschetschenische Rebellen waren vor einem Jahr in die Schule in der Kleinstadt Beslan eingedrungen und hatten Hunderte Menschen als Geiseln genommen. Das Drama hatte sich über drei Tage hingezogen.

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