Treibstofflager-Explosion
Feuerwehr löscht Flammenhölle

Erst 20 Stunden nach der Explosion eines Treibstofflagers in der Nähe von London hat die Feuerwehr mit dem Löschen der Flammen begonnen. Die Einsatzleitung bezeichnete den Brand als einen der größten in Europa in Friedenszeiten. Selbst auf den Flughafen Heathrow hatte das Unglück Auswirkungen.

HB LONDON. Nach Angaben einer Polizeisprecherin wird mit riesigen Mengen eines Wasser-Schaum-Gemisches ein Teppich gelegt, der die Flammen ersticken soll. Die Feuerwehr hoffe, dass diese Mischung den Brand löschen könne. Noch aber brannten die mit Öl, Benzin und Kerosin gefüllten Tanks lichterloh. 150 Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Zur Ursache des Desasters in der Nähe des Flughafens Luton, bei dem am frühen Sonntagmorgen nach Angaben der Polizei mindestens 43 Menschen verletzt worden waren, gab es zunächst keine Erkenntnisse. Bis auf zwei Verletzte hätten alle die Krankenhäuser verlassen können, hieß es in der Nacht zum Montag weiter. Angesichts der Verwüstungen gehen Experten davon aus, dass es lange dauern kann, bis die Ursache des Unglücks geklärt ist. Erste Befürchtungen, es könnte sich um einen Terroranschlag handeln, hatten die Ermittler ausgeschlossen.

Die Feuerwehr in Hemel Hempstead ging davon aus, dass es mindestens noch einen Tag dauern wird, bis das Feuer gelöscht ist. Die Lage sei aber unter Kontrolle, sagte Feuerwehr-Chef Roy Wilsher. Die Gesundheitsgefahr durch die Rauchwolke sei relativ gering, versicherten Mediziner. Sollte es allerdings regnen, würden riesige Mengen von Schadstoffen in den Boden gelangen.

Der dichte Rauch führte am Abend in Luton auch zu Behinderungen für den Flugverkehr. Selbst am Londoner Flughafen Heathrow war die Sicht durch die dichte Rauchwolke zeitweise eingeschränkt. Es kam zu Verspätungen. Mehrere Flüge mussten am Morgen gestrichen werden. Eine Autobahn in der Nähe der Unglücksstelle wurde gesperrt.

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