Tresore werden wohnlich
Stahlgewitter

Seit Menschengedenken werden materielle Werte angehäuft. Und damit stellt sich das Problem: Wie schütze ich mein luxuriöses Hab und Gut vor bösen Buben? So entstand der Tresor. Und mit ihm neue Phantasie der alten Knackis. Um die Wertgegenstände ihrer Kunden besser vor Langfingern zu schützen, geht die Tresorindustrie neue Wege.

Ob nun einwandiger Stahlblech-Tresor für den Privatgebrauch oder Hochsicherheits-Tresor mit meterdicken Türen aus Stahl und Beton: das Knacken eines Safes hat schwere Jungs, aber auch die guten Weltenretter gleichermaßen beschäftigt.

Die Panzerknacker in Entenhausen voran – sie haben sich ihren Namen durch ordentliche Arbeit verdient. James Bond war auch nicht untätig: er befreite sich in „Goldfinger“ ohne Probleme aus dem größten Goldreservelager der USA, Fort Knox, und überlebte den obligatorisch nachfolgenden Zweikampf.

007 hat seine Verdienste um die Welt und ihre Sicherheit, nicht aber um die Tresor-Industrie. Die darbte wegen zunehmend erfolgreicher Agententätigkeit. Der Heimtresor verlor seinen Nimbus. Neue Verwendung braucht der Stahl: Markus Döttling aus Sindelfingen kam eine in den Sinn. Er kombinierte den männlichen Hang zur Übertreibung und zu Sicherheits-Prahlerei mit dem kalten Charme der safen Schränke. Hinter dem Objekt einstiger mannigfaltiger Bemühungen, der Tresortür, erwartet den verspielten Herrn des Hauses heute Schmuckvitrine, Minibar, Weinklima-Schrank, Pfeifenvitrine oder Humidor.

Döttlings Firma Luxury Safes restauriert Antik-Tresore und stattet sie mit einem maßgeschneiderten neuen Innenleben aus. Zigarren werden befeuchtet, Uhren bewegt, Minibars indirekt beleuchtet und Klimaanlagen elektronisch überwacht. Und um alles herum der blinkende Stahl.

Der Experte Döttling musste auf diesem Weg oft selbst zum Panzerknacker werden: jedes Schloss war eine Einzelanfertigung und also nur mit viel „Fingerspitzengefühl“ zu öffnen. Die Original-Ausstattungen aus vergangenen Epochen wie dem Biedermeier oder der Gründerzeit bleiben jedoch unangetastet. Ein fachkundiges Team aus Schlosser- und Tischlermeistern, Diplom-Restauratoren, Sattlern und Klimatechnikern bemüht sich um möglichst originalgetreue Veredelung.

Schöner wohnen, sicherer rauchen oder trinken: das Spielzeug aus der Agentenwelt findet weltweit Abnehmer: Kunden aus Russland vor allem, aber auch Schweizer und Amerikaner legen dafür 45 000 Euro auf den Tisch des Hauses. Antike Sicherhei t darf nicht mal billig aussehen!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%