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Trockenheit in Italien: Rasender Feuersturm versengt Sardinien

Menschen flüchten, die Feuerwehr ist überfordert: Mitten in der Urlaubssaison brechen in Italien immer wieder gewaltige Brände aus, auch Verletzte hat es gegeben. Vor allem Sardinien leidet aufgrund extremer Trockenheit.

Feuer an der Küste Sardiniens: Hunderte mussten evakuiert werden. Quelle: dpa
Feuer an der Küste Sardiniens: Hunderte mussten evakuiert werden. Quelle: dpa

OlbiaDer Feuersturm auf Sardinien breitet sich rasend schnell aus. Ein heißer Mistralwind facht den wilden Waldbrand auf der italienischen Urlaubsinsel immer wieder an. In kurzer Zeit äscherten die Flammen mehrere hundert Hektar Buschwald ein, zerstörten viele Häuser und vertrieben etwa 800 Menschen aus ihren Dörfern und Hotels.

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Auf den Brand, der am Sonntag in der zweiten Tageshälfte die Nordostküste Sardinien bei San Teodore erfasst hatte, folgte ein Streit um die Verantwortung für das Ausmaß des Feuers. Die von der Feuersbrunst heimgesuchte Provinz Olbia-Tempio hat einen Krisenstatus beantragt, von dem sie sich Hilfe von außen erhofft. Die Feuerwehren setzten derweil auf günstigeren Wind.

„Wir können das Feuer nicht mit bloßen Händen bekämpfen“, sagte der Umweltverantwortliche der Provinz, Pietro Carzedda, am Montag. Er kritisierte damit den nationalen italienischen Zivilschutz, weil dieser in der Vergangenheit Löschflugzeuge von Olbia abgezogen habe. Die am Nachmittag herbeigerufene Hilfe sei viel zu spät eingetroffen. „Es ist ein wirkliches Wunder, dass es keine Toten gegeben hat“, sagte Carzedda, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Begünstigt von langen Wochen hochsommerlicher Hitze und extremer Trockenheit hatten sich Feuer auf Sardinien am Wochenende immer mehr ausgebreitet. Menschen flüchteten vor Angst. Mehrere Straßen wurden gesperrt - an den Straßenrändern züngelten Flammen haushoch, wie Fernsehbilder zeigten. Der Mistralwind trieb die Flammen rasch voran, Feuerwehren und Zivilschutz waren in der Nacht und am Montag noch zusammen mit Löschflugzeugen und Helikoptern im Einsatz.

  • 16.07.2012, 17:45 UhrDieter

    Wer schon einmal auf Sardinien Urlaub gemacht hat und sehen konnte bzw. mußte, wo die Brände wüten, unterstellt bestimmt keine Grundstücksbeschaffungsmaßnahme!
    Dieter Baumgart

  • 16.07.2012, 16:32 Uhrsvebes

    wer braucht da wieder Grundstücke? Das wäre mal was für die Europafraktion: Unbebaute Gebiete die durch Feuer verwüstet wurden dürfen 25 Jahre nicht bebaut werden. Ups, ganz sicher gingen diese seltsamen Feuer rapide zurück.

  • 16.07.2012, 16:25 UhrTabu

    „Es ist ein wirkliches Wunder, dass es keine Toten gegeben hat“, sagte Carzedda,
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    Doch..hat es..ganz viele Tiere..ob Igel oder Eichhörnchen..
    ob Tsunami oder Fukushima,ob Erdbeben oder Brände..Ich denke immer an die Tiere..Nix mit Wunder Carzedda..

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