Tropen-Sturm formiert sich über dem Atlantik
Hurrikan-Saison 2005 bricht alle Rekorde

Mehr als tausend Tote, eine Million Obdachlose und Schäden in bisher nie gekannter Milliardenhöhe: Die diesjährige Hurrikan-Saison hat alle Rekorde gebrochen. Doch sie ist noch nicht zu Ende.

HB MIAMI/WASHINGTON. Über dem Atlantik hat sich US-Forschern zufolge der 25. Tropische Sturm der Saison zusammengebraut. Wie das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA am Mittwoch mitteilte, könnte er sich in den nächsten 24 Stunden zu einem Hurrikan auswachsen, werde nach bisherigen Prognosen jedoch wahrscheinlich nicht auf Land treffen.

Der Sturm „Delta“ befand sich am Mittwochabend rund 1850 Kilometer südwestlich der Azoren und bewegte sich in Richtung Süd-Südost. In diesem Jahr sind die Wirbelstürme „Dennis“, „Katrina“, „Rita“ und „Wilma“ über die USA hinweggefegt und haben dem Land die teuerste Hurrikan-Saison aller Zeiten beschert. Am nächsten Mittwoch geht sie endlich zu Ende.

Allein „Katrina“ riss in den US-Bundesstaaten Louisiana und Mississippi mehr als 1000 Menschen in den Tod und legte die einstige Jazz-Hochburg New Orleans in Trümmer. Hurrikan „Stan“ peitschte im Oktober über Zentralamerika hinweg und tötete dort bis zu 2000 Menschen.

Nie zuvor mussten die Meteorologen in der vom 1. Juni bis 30. November dauernden Hurrikan-Saison so vielen Tropenstürmen einen Namen geben. Außerdem werden „Wilma“ als bislang stärkster und „Katrina“ als zerstörerischster Hurrikan in die Jahrbücher eingehen. Und dann ist da noch „Vince“: Er war der erste Hurrikan seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1851, der sich über dem Atlantik „verirrte“ und schließlich als Sturmtief an Spaniens Küste landete.

Die Meteorologen hatten geahnt, dass sich in diesem Jahr mächtig was über der wärmeren Meeresoberfläche zusammenbrauen wird. In einer Aktualisierung ihrer Vorhersage rechnete die US-Wetterbehörde NOAA zwar Anfang August mit einer „sehr aktiven Saison“, aber am Ende übertrafen die Naturgewalten alle Erwartungen. 13 Hurrikans wirbelten über den Atlantik. Sieben davon stufte das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami (Florida) als bedeutende Wirbelstürme der Kategorien 3, 4 und 5 mit Windgeschwindigkeiten über 178 Stundenkilometer ein. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Saison zählt sechs Hurrikans, davon nur zwei bedeutende.

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