Tropenstürme
Nach Gustav droht nun Hanna

Erneut haben schwere Unwetter in Haiti Menschen in den Tod gerissen. Allein in der Küstenstadt Gonaives in Zentral-Haiti ertranken zehn Menschen in dem Hochwasser, das der Tropensturm "Hanna" brachte, berichtete die Nachrichtenagentur Haiti Press am Dienstag.

HB MEXIKO-STADT. Die Stadt stehe völlig unter Wasser, teilweise bis zu zwei Meter hoch, berichtete Bürgermeister Stephen Moise. In umliegenden Ortschaften sei es ebenfalls zu Überflutungen gekommen. Unterdessen bewegen sich zwei weitere Wirbelstürme auf die Karibik zu.

Tropensturm "Hanna" befand sich am Dienstag in der Nähe der Turks- und Caicosinseln. Wie das US-Hurrikan-Zentrum in Miami weiter mitteilte, bewegte sich der Sturm sehr langsam nach Südwesten, seine Ausläufer könnten auch große Teile Haitis und den Westen Kubas streifen. In seinem Zentrum entwickelt der Sturm Windgeschwindigkeiten von 110 Kilometern pro Stunde. Bereits in der vergangenen Woche waren im Wirbelsturm "Gustav" mindestens 59 Menschen in Haiti ums Leben gekommen.

Der Tropensturm "Hanna" wird vermutlich den Südosten der USA erreichen. Der Wirbelsturm werde nach Nordwesten abdrehen und über die Bahamas auf den US-Bundesstaat Florida oder South Carolina zusteuern, hieß es in der Mitteilung des Hurrikanzentrums. Für die Bahamas wurde der Hurrikanalarm vorsorglich aufrechterhalten.

Die Wetterlage dürfte auch in den kommenden Tagen nicht besser werden. Weitere Wirbelstürme sind im Anmarsch auf die Inseln der Karibik. Aus dem tropischen Tiefdruckgebiet Nummer neun entstand mitten über dam Atlantik der Tropensturm "Ike", der am kommenden Wochenende nach Berechnungen der Meteorologen nördlich der Inseln Hispaniola mit der Dominikanischen Republik und Haiti sowie Kuba erwartet wird. Und südlich der Kapverdischen Inseln bewegt sich Tropensturm "Josephine" in Richtung Westen über den Atlantik. Es ist der zehnte Tropensturm diesjährigen atlantischen Hurrikansaison.

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