Tropisches Intermezzo
Hitze lässt am Mittwoch Deutschland ächzen

Bis zu 38 Grad im Schatten: Der Mittwoch verspricht der bislang heißeste Tag des Jahres zu werden. Kräftige Abkühlung erfolgt aber spätestens am Freitag. Bahnreisende sollten derweil ein Auge auf die Fahrpläne haben.
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BerlinDieser Mittwoch soll mit tropischen Temperaturen der bisher heißeste Tag des Jahres werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit Werten bis zu 38 Grad im Schatten. Bereits der Dienstag hatte mit Temperaturen bis über 35 Grad Deutschland einen Vorgeschmack auf Hochsommer gegeben.

Nach der Regenperiode und dem Hochwasser kommen mit der Sommerhitze nun neue Gefahren, etwa wegen erhöhter Ozonwerte, wie bereits örtlich in Baden-Württemberg gemessen. In Hessen wurde sogar schon die Hitzewarnstufe ausgerufen. Landessozialminister Stefan Grüttner (CDU) riet: „Halten Sie sich in kühlen Räumen auf, vermeiden Sie körperliche Aktivitäten, halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen und öffnen Sie sie erst nachts zum Lüften.“

Doch Abkühlung ist schon in Sicht. „Absehbar wird es erstmal nicht mehr so heiß“, sagte DWD-Meteorologe Marcus Beyer am Dienstag in Offenbach. Am Donnerstag ziehen laut DWD von Westen Schauer und Gewitter auf. Die Wetterexperten rechnen dann mancherorts mit Sturmböen, Starkregen und Hagel. Nur im Osten bleibe es zunächst freundlich. Zum Freitag sollen die Temperaturen um durchschnittlich zehn Grad fallen.

Bahnfahrer sollten allerdings rechtzeitig checken, ob ihr Zug fahrplanmäßig fährt. Bereits am Dienstag stoppte die Deutsche Bahn mehrere Fernzüge mit ausgefallenen Klimaanlagen. Insgesamt seien sechs ICE und EC-Züge ausgefallen, sagte ein Bahnsprecher der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. „Wir können aber nicht von größeren Problemen sprechen, da wir jeden Tag rund 1400 Züge im Fernverkehr einsetzen“, erklärte der Sprecher. Die Fahrgäste mussten in andere Züge umsteigen. Wegen der hohen Temperaturen schließt die Bahn nicht aus, dass es auch in den nächsten Tagen zu vereinzelten Ausfällen von Klimaanlagen kommen kann.

Die Bahn hatte in der Vergangenheit bei großer Hitze immer wieder mit defekten Klimaanlagen zu kämpfen. Besonders große Probleme gab es im Sommer 2010, als sich tumultartige Szenen in einem überhitzten ICE zwischen Hannover und Bielefeld abspielten und auch in zahlreichen anderen ICE die Klimaanlagen ausfielen.


Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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