Trotz Brands
Ethiopian Airlines lässt weiter Dreamliner starten

Nach dem Brand an Bord eines ihrer Dreamliner sieht die Fluggesellschaft Ethiopian Airlines die Sicherheit der Flugzeuge gewährleistet. Deshalb werde keine der Maschinen am Boden bleiben.
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Addis AbebaTrotz eines Brandes an Bord eines Boeing 787 Dreamliners lässt die äthiopische Fluggesellschaft ihre anderen Flugzeuge dieses Typs starten. Keine Maschine der Dreamliner-Flotte bleibe am Boden, teilte Ethiopian Airlines am Samstag mit. Der Zwischenfall auf dem Flughafen London Heathrow habe sich ereignet, als das Flugzeug am Boden gewesen sei. Einen Zusammenhang mit der Flugsicherheit gebe es nicht. Am Freitag hatte die parkende Maschine aus noch ungeklärter Ursache Feuer gefangen. Passagiere waren zu dem Zeitpunkt nicht an Bord, niemand wurde verletzt. Das Flugzeug hatte nach Angaben der Ethiopian Airlines mehr als acht Stunden auf seiner Parkposition gestanden, bevor der Brand ausbrach.

Nach Angaben der britischen Luftfahrtbehörde AAIB wird die Ursache des Feuers noch untersucht. Man arbeite mit der US-Luftfahrtbehörde, Ethiopian Airlines und dem US-Hersteller Boeing zusammen. Ethiopian Airlines ist eine der fünf größten Fluggesellschaften Afrikas.

Kurz nach dem Vorfall an Bord der äthiopischen Maschine teilte der Reiseveranstalter TUI mit, eine Boeing 787 seiner Tochter Thomson Airways sei wegen technischer Probleme aus Sicherheitsgründen umgekehrt.

Die Aktien von Boeing verloren nach dem Bekanntwerden des Brandes knapp fünf Prozent.

Erst vor einigen Monaten hatten alle Dreamliner vorübergehend Flugverbot erhalten, weil eine Batterie an Bord Feuer gefangen hatte und eine weitere in einer Maschine während des Flugs geschmolzen war. Ob auch das Feuer in Heathrow durch Batterieprobleme verursacht wurde, stand zunächst nicht fest. Der Aktienkurs von Boeing, dem größten Konkurrenten des europäischen Flugzeugbauers Airbus , gab am Freitag an der Wall Street kräftig nach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Trotz Brands: Ethiopian Airlines lässt weiter Dreamliner starten "

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  • Diesmal waren es - wahrscheinlich - nicht die Batterien.
    "Der Brand in einem (Alb)Dreamliner legt am Freitag den Londoner Flughafen Heathrow vorübergehend lahm. Nun geht die suche nach der Ursache los. Das erste Ergebnis: Die berüchtigten Batterien des Flugzeuges waren offenbar nicht schuld."

    Das beweist doch nur, dass der Albdreamliner völlig unausgegoren ausgeliefert wird. Die Betatests werden am Kunden durchgeführt. Das erinnert stark an "Windoof".

  • Wenn eine 787 abstürzt, handelt es sich laut Boeing um eine "systemkonforme Landung".
    Und es hat absolut nichts mit den "Lithium-Ionen-Akkus" zu tun.Die sind zwar hoch explosiv, aber damit muss man eben rechnen.

  • Was, wenn nun einer dieser Carbon-Flieger wegen etwas ganz anderem herunterkommen sollte als einer planmäßigen Landung?

    Ich würd jederzeit in so einen Dreamliner einsteigen.

    Aber Ethiopian fliegt schon ein heißes Blatt.

    Und Boeing steht in einem riesigen Vertrauensverlust: Statt zu warten bis der Flieger robuste Ergebnisse abliefert muß sich der Laden eine katastrophale hausgemachte Kommunikation ansehen: Boeing hat zu hoch gereizt und sieht was das bedeutet, mit nicht fertig entwickelten Produkten an den Markt zu gehen:

    ein Lehrstück.

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