Türkei
19 Bergarbeiter sterben bei Grubenunglück

Eine Methangasexplosion in einem Kohlebergwerk im Westen der Türkei hat 19 Arbeiter das Leben gekostet. Keiner der Arbeiter, die seit der Nacht zum Freitag in einem Stollen verschüttet waren, habe überlebt, teilte der türkische Arbeitsminister Ömer Dincer am Freitag mit.
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HB ANKARA. Wie Arbeitsminister Ömer Dincer am Freitag sagte, stürzte der Stollen, in dem sich die Bergleute aufhielten, am Donnerstagabend komplett ein. Alle vermissten Arbeiter seien tot. Das Unglück ereignete sich in der Ortschaft Devecikonagi in der Provinz Bursa.

Der eingestürzte Stollen liegt in einer Tiefe von etwa 220 Metern. Die Bergungsarbeiten wurden durch hohe Methangas-Konzentrationen erschwert. Zunächst konnten nur zwei Arbeiter tot geborgen werden. Die Bergung weiterer Leichen sei vorläufig nicht möglich, sagte Dincer. Die Einsatzkräfte müssten zunächst versuchen, die Versorgungssysteme in den betroffenen Bereich wiederherzustellen. Es könne noch einen Tag dauern, bis die toten Bergleute geborgen werden.

Vor dem Eingang zum Bergwerk in der Ortschaft Devecikonagi in der Provinz Bursa lagerten hunderte Bohlen, mit denen die Stollen gestützt und gesichert werden sollen. Die Arbeiter könnten nur unter großer Vorsicht und deshalb sehr langsam vorgehen, sagte Dincer. Einer der Arbeiter des Bergungsteams, Hamza Baskurt, erklärte, sie hätten schon Leichen gesehen, könnten diese aber noch nicht bergen. Wegen Nebels in der Region konnten weitere Helfer mit ihrer Ausrüstung zunächst nicht eingeflogen werden.

Die Grube ist seit 1983 in Betrieb. Wie Dincer sagte, wurde das Bergwerk regelmäßig überprüft, zuletzt im Mai.

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