Turbo-Rolf will Revision einlegen
Autobahnraser erhält Strafe auf Bewährung

Der Karlsruher „Autobahnraser“ ist wegen fahrlässiger Tötung zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht Karlsruhe sprach den 35-jährigen DaimlerChrysler-Ingenieur am Donnerstag schuldig, durch Drängelei auf der Autobahn 5 den Tod zweier Menschen verursacht zu haben.

HB KARLSRUHE. Das Landgericht Karlsruhe sah es als erwiesen an, dass der angeklagte Entwicklungsingenieur der Drängler war, der für den Tod einer 21-jährigen Fahrerin und ihrer zweijährigen Tochter verantwortlich war. Allerdings billigte ihm die Strafkammer Bewährung zu. Damit wurde das Urteil des Amtsgerichts Karlsruhe gemildert, das den 35-Jährigen im Februar zu achtzehn Monaten ohne Bewährung verurteilt hatte.Das Gericht entzog dem Mann für mindestens ein Jahr die Fahrerlaubnis.

Der 35jährige will gegen seine Verurteilung Revision einlegen. Dies kündigte sein Verteidiger Georg Prasser im Landgericht Karlsruhe an. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, sie prüfe noch eine mögliche Revision vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe.

Die Staatsanwaltschaft hatte gefordert, die Freiheitsstrafe der ersten Instanz von achtzehn Monaten ohne Bewährung zu bestätigen. Der Verteidiger des Ingenieurs hatte dagegen Freispruch beantragt, weil sein Mandant seiner Meinung nach nicht der Fahrer gewesen sein könne. Beide Seiten hatten umfangreiche Weg-Zeit-Berechnungen angestrengt, um zu belegen, dass der Angeklagte zur Zeit am Unfallort auf der Autobahn A 5 gewesen sein konnte oder nicht. Der Prozess hatte auch eine Debatte um die zunehmende Raserei auf deutschen Autobahnen ausgelöst.

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