Überflutungen
Innenstadt Bangkoks immer noch nicht sicher

Nach den schlimmsten Fluten seit 50 Jahren ist die Innenstadt der thailändischen Hauptstadt Bangkok immer noch nicht in Sicherheit. Es fließe mehr Wasser in die Stadt als herausgepumpt werden könne, erklärte der Gouverneur.
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BangkokIn Thailands Hauptstadt Bangkok ist die Gefahr einer Überflutung der Innenstadt noch nicht gebannt. Nach Angaben des Gouverneurs fließen weiterhin mehr Wassermassen in die Stadt als herausgepumpt werden können. „Die Differenz sind etwa 100 Millionen Kubikmeter am Tag“, zitierte die Zeitung „Nation“ Sukhumbhand Paribatra am Donnerstag. Zahlreiche Außenbezirke stehen nach wie vor unter Wasser. Die Innenstadt wird durch einen riesigen Wall aus Sandsäcken geschützt.

Die Zahl der Todesopfer durch die schlimmsten Fluten seit 50 Jahren stieg nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde auf 533. Ein Drittel der Provinzen stehe noch teilweise unter Wasser. Die Gesundheitsbehörde meldete sieben Verdachtsfälle auf Leptospirose. Die Infektionskrankheit kann Nieren- und Leberschäden verursachen und wird durch Urin von Ratten- und Mäusen übertragen. Sie kommt oft in Überschwemmungsgebieten vor.

Die japanischen Autohersteller Mitsubishi und Toyota kündigten indes an, ihre Produktion in Thailand in Kürze wieder zu hochfahren. „Wir werden Thailand nicht verlassen“, sagte der thailändische Mitsubishi-Direktor Osamu Masuko nach einem Besuch bei Regierungschefin Yingluck Shinawatra. Die Herstellung soll am 14. November wieder starten. Bei Toyota sollen die Bänder am 21. November wieder laufen. Beide Produktionsstätten waren nicht direkt von den Fluten betroffen, aber ihre Zulieferbetriebe. Eine Fabrik des japanischen Autobauers Honda in Ayutthaya steht weiter unter Wasser.

Die Überschwemmungen im ganzen Land überschatteten das traditionelle Lichterfest Loy Krathong. Die Stadtverwaltung von Bangkok appellierte an die Menschen, nicht wie üblich am Abend zehntausende schwimmende Kerzen auf Flüssen und Seen aussetzen. Die anfallenden Abfälle - Bananenblätter und Styropor - könnten die Abflüsse der Hochwassermassen verstopfen. Die Verwaltung bat die Menschen, wenn überhaupt nur eine schwimmende Kerze pro Familie auszusetzen. „Ich bin sowieso nicht in der Stimmung“, sagte Fabrikarbeiter Sunthorn Mansing. „Ich bleibe zu Hause und wir beten.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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