Überlebende im Wrack eingeschlossen
Bangladesch: 200 Vermisste nach Fährunglück

Auf dem Fluss Maghna in Bangladesch ist bei einem Tropensturm eine Fähre mit 300 Menschen an Bord gekentert. Lediglich 48 hätten sich retten können, teilte die Polizei mit. Sieben Überlebende seien im Wrack eingeschlossen.

HB DHAKA. Die Rettungskräfte bemühten sich verzweifelt die sieben Überlebende zu befreie. Sieben Leichen seien bislang aus dem Fluss geborgen worden. Es wurde befürchtet, dass zahlreiche der mehr als 200 Vermissten in den reißenden Fluten ertrunken sind.

Bei dem Sturm seien drei weitere kleinere Fähren gesunken, berichtete der Privatsender ATN Bangla TV. Passagiere und Besatzung hätten sich schwimmend ans Ufer retten können. Die meisten Passagiere der „Rising Sun“, darunter viele Frauen und Kinder, dürften im Schlaf überrascht worden sein, als die Fähre am frühen Morgen nahe der Stadt Chandpur kenterte. Überlebende sagten, der Schiffsbetreiber habe die Sturmwarnungen ignoriert. Die Fähre war von Madaripur im Süden des Landes auf dem Weg in die rund 220 Kilometer entfernte Hauptstadt Dhaka gewesen.

In Bangladesch, einem der ärmsten Länder der Welt, kommt es immer wieder zu Unglücken mit überfüllten Fähren und teils hunderten Toten. Auf dem Meghna waren erst im Februar beim Frontalzusammenstoß zweier überfüllter Fähren vermutlich 350 Menschen ums Leben gekommen. Auf demselben Fluss waren im Juli vergangenen Jahres bei einem der schwersten Fährunglücke in der Geschichte Bangladeschs mindestens 700 Menschen ertrunken.

Oftmals können die Leichen nicht geborgen werden, so dass endgültige Aussagen über die Opferzahlen kaum möglich sind. Fähren, die zu den wichtigsten Transportmitteln in Bangladesch gehören, fehlen oft Rettungsboote und Schwimmhilfen. Obwohl die Regierung die Verbesserung der Sicherheit der Fähren zu einem ihrer Ziele erklärt hat, reißt die Reihe der Unglücke nicht ab. Wegen schlechten Wetters wurde der Fährverkehr am Sonntag in ganz Bangladesch eingestellt.

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