Überschwemmungen im Süden des Landes
Bereits über 500 Tote bei Hochwasser in China

Durch Hochwasser und Erdrutsche sind in China in diesem Jahr bereits 536 Menschen ums Leben gekommen. 41 davon starben allein in den vergangenen Tagen durch Überschwemmungen in Südchina. In der Region Guangxi stieg das Wasser vier Stockwerke hoch.Tagelange schwere Regenfälle hatten in Südchina die Flüsse ansteigen lassen und Schlammlawinen ausgelöst.

HB PEKING. Bis zu 700.000 Menschen haben im Süden Chinas nach Angaben staatlicher Medien vom Donnerstag ihre Häuser aus Furcht vor den Wassermassen verlassen. Die Lage könnte sich noch weiter verschlimmern, weil zumindest bis Ende der Woche weitere heftige Regenfälle erwartet werden.

„Die Fluten sind gewaltig. Sie stürzen herab wie Wasserfälle und überschwemmen die ganze Stadt“, sagte ein Vertreter der Regierung in der Industriestadt Wuzhou. Dort stieg der Pegel des Flusses Xijiang fast neun Meter über die Hochwasser-Marke. Der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge sind 2000 Soldaten im Einsatz, um die Bevölkerung beim Dammbau zu unterstützen. Militärflugzeuge warfen Lebensmittel, Medikamente und Zelte in den am schlimmsten verwüsteten Regionen ab.

Besonders hart getroffen von den durch tagelange schwere Regenfälle ausgelösten Überflutungen ist die Region Guangxi, wo zahlreiche Flüsse über die Ufer getreten sind. 300.000 Einwohner seien vor den Fluten in Sicherheit gebracht worden. Die Regierung habe der Provinz umgerechnet 2,4 Millionen Dollar Notfallhilfe bewilligt, berichtete Xinhua.

Neben den Versorgungsengpässen befürchteten Bewohner von Wuzhou zudem Umweltprobleme durch Fahrzeuge mit Pestiziden, die von den Wassermassen mitgerissen wurden. „Es gibt Gerüchte, dass die Wasserversorgung der Stadt bald abgestellt wird“, sagte ein Anwohner. Chinanews berichtete auf ihrer Internetseite, dass der Chef der Wasserversorgung am Mittwoch gefeuert worden sei, weil er nicht adäquat auf die Flut reagiert habe.

In den ebenfalls vom Hochwasser betroffenen Provinzen Guangdong und Fujian sind laut „China Daily“ insgesamt 48 Menschen in den Fluten umgekommen. Die Infrastruktur wurde teilweise zerstört, weil die Fluten Brücken und Deiche mitrissen.

Bei Überschwemmungen werden in der Volksrepublik jedes Jahr Hunderte Menschen getötet. Eine Ursache für die Auswüchse ist der Kahlschlag ganzer Wälder, durch den Erdrutsche kaum noch gebremst werden können.

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