Ukraine
Schweinegrippe bedroht nationale Sicherheit

Geschlossene Schulen und Kindergärten, ein Verbot von Massenveranstaltungen sowie Quarantäne in neun Regionen des Landes - in der Ukraine macht sich wegen der Schweinegrippe Panik breit. Dabei war es bis Mitte voriger Woche in der krisengeschüttelten Ex-Sowjetrepublik ganz ruhig in Sachen Grippe. Nun aber überschlagen sich die Akteure plötzlich mit dramatischen Zahlen.
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HB KIEW. Die Grippe habe inzwischen fast 70 Menschenleben gefordert, 255 000 Menschen seien infiziert, teilte das Gesundheitsministerium in Kiew mit. Dramatisch ist die Lage im Westen des Landes um die Region Lwiw (Lemberg). Dabei war unklar, ob es tatsächlich nur um die Schweinegrippe geht.

Bei vielen der Todesfälle laufen die Untersuchungen auf das H1N1-Virus noch. Doch der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko warnte wegen der Schweinegrippe nun sogar vor einer Gefahr für die nationale Sicherheit. Er rief deshalb nicht nur die benachbarten Länder um Hilfe an, sondern auch die EU und die Nato. Der Staatschef erklärte aber nicht, was das Militärbündnis gegen die Epidemie tun könne. Wohl auch wegen der inzwischen weit verbreiteten Panik wollte sich eine Delegation der Weltgesundheitsorganisation WHO am Montag selbst ein Bild von der Lage im Land machen.

Regierungschefin Julia Timoschenko ließ Bildungseinrichtungen und Kindergärten für drei Wochen schließen. Sie verbot auch Veranstaltungen mit größeren Menschenmengen. Die Lage verschärfte sich am Wochenende, als in den Apotheken keine Schutzmasken oder Medikamente mehr zu haben waren. Zudem starben vier Ärzte, während viele Kliniken ohnehin schon überlastet waren. Ukrainische Medien berichteten, dass in den unter Quarantäne stehenden Regionen um Lwiw, Ternopol und Iwano-Frankowsk Armee-Hubschrauber Chlor und andere Chemikalien versprüht hätten, um das Virus zu töten. Einige Zug- und Flugverbindungen seien gestrichen worden.

Das völlig verarmte Land dankte am Montag dem Schweizer Pharmakonzern Roche, der 16 Tonnen des Grippemittels Tamiflu zu einem Sonderpreis zur Verfügung gestellt habe. Einige Apotheken sollen wegen der Knappheit zuletzt mehrere hundert Euro je Tamiflu-Packung verlangt haben. Die Regierung will diesen Preis-Wucher auf Kosten verängstigter Menschen hart bestrafen. Viele Menschen deckten sich mit Wodka, Zitronen und Knoblauch ein, um das Virus zu bekämpfen. Die Ukraine halte auch keinen Impfstoff vorrätig, hieß es. Timoschenko empfahl, jeder solle sich notfalls selbst eine Schutzmaske basteln.

Als einer der wenigen Politiker warnte Gesundheitsminister Wassili Knjasewitsch seine Kollegen davor, weiter Panik zu verbreiten. „Bei uns gibt es Probleme wie in jedem Land der Erde auch“, sagte der Minister. Einige Parlamentarier warfen dem Präsidenten und der Regierungschefin vor, die Schweinegrippe als Wahlkampfthema zu missbrauchen. Die beiden Rivalen treten am 17. Januar 2010 bei der Präsidentenwahl zusammen mit weiteren Kandidaten an. Timoschenko machte deutlich, dass auf keinen Fall der Ausnahmezustand im Land verhängt werden solle. Dies würde die Wahl sonst gefährden.

Kommentare zu " Ukraine: Schweinegrippe bedroht nationale Sicherheit"

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  • bei der Schweinegrippe in der Ukraine handelt es sich um eine politische inszenierung: http://www.ukraine-nachrichten.de/index.php?id=1919

  • Glaubt der Westen wieder die ganze Lügerei welche aus der Ukraine kommt? Für den Wahlkampf und die Rettung der eigenen Köpfe brauchen die Geld und Aufhänger. Die Russen sind auch jetzt dran, Gaslieferungen, die Schweinegrippe muss herhalten, lauter so ein Schwachsinn von schizophrenen Politiker. Wieviel Geld hat die Ukraine schon bekommen, Milliarden, wo sind die, in der Ukraine selber sieht man nichts davon, vielleicht beim Dioxyn Onkel im Keller oder wo. Die Lügen wo es nur was zum Lügen gibt. Das Volk soll aufräumen und endlich wach werden bei soviel Schwachsinn.

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