Um der Steuer zu entgehen

Griechen tarnen ihre Pools mit Militärplanen

Bei der Suche nach Steuersündern nutzen Behörden sogar Satellitenaufnahmen. Deshalb legen reiche Griechen neuerdings Militärplanen über ihre Schwimmbäder, um sie vor dem Fiskus geheim zu halten – und Geld zu sparen.
7 Kommentare
Pool im Garten? Für Griechen heißt das, sie müssen höhere Steuern zahlen. Quelle: dpa

Pool im Garten? Für Griechen heißt das, sie müssen höhere Steuern zahlen.

(Foto: dpa)

AthenNeuester Trick reicher Griechen, um weniger Steuern zu zahlen: Sie überdecken mit Militär-Tarnplanen und Netzen ihre Schwimmbäder. Die Anlagen werden damit für Satelliten unsichtbar, deren Aufnahmen griechische Steuerfahnder nutzen, um nicht gemeldete Schwimmbäder aufzuspüren.

In Griechenland gilt der Besitz eines Schwimmbades als ein „unanfechtbarer Beweis des Einkommens“. Dies berichtete die griechische Presse am Donnerstag unter Berufung auf Mitarbeiter der Steuerfahndung. Athen geht verschärft gegen Steuersünder vor.

Je Quadratmeter Schwimmbad wird vom Fiskus ein Zusatzeinkommen von 160 Euro berechnet. Für ein 50-Quadratmeter-Schwimmbad wird demnach ein Zusatzeinkommen von 8000 Euro angesetzt. Dies wird mit zehn Prozent besteuert, also 800 Euro jährlich.

Die Tarnplanen fielen bei Kontrollen auf, die Steuerbeamte in reichen Vororten Athens sowie auf einigen Jet-Set-Inseln wie Mykonos vornahmen. „Wir haben Tarn-Planen gesehen, wie die vom Militär, wenn es Panzer verstecken will“, sagte ein Beamter des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa.

Satellitenaufnahmen hatten in den vergangenen Jahren zur Entdeckung von rund 180 nicht gemeldeten privaten Schwimmbädern geführt, berichtete das griechische Wirtschaftsportal „Capital.gr“. Die Steuerfahndung geht von hunderten getarnten Schwimmbädern aus und will intensiver vor Ort kontrollieren.

  • dpa
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7 Kommentare zu "Um der Steuer zu entgehen: Griechen tarnen ihre Pools mit Militärplanen"

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  • Einfach dumpf und hohl, diese Euro-Faschisten...

  • Ja das gefällt den AfDlern: die bösen, bösen griechischen Steuersünder. Verbrecher allesamt! Daas so eine Steuer an für sich der allergrößte Schwachsinn ist, wird natürlich nicht hinterfragt und zeigt die totale Beschränktheit der Europafeinde!

  • Dann bin ich AfDler...

  • Und wenn dann der Finanzbeamte vor der Tür steht, dann gibt man ihm ein Fakelaki und --- uuuuups ist das Schwimmbad verschwunden.


    BTW:
    Wann schicken wir eigentlich das nächste "alternativlose" Hilfspaket?

  • Die Griechen brennen doch in der Finanzverwaltung. So eine dämliche "Steuererhebung" kann es doch kaum geben; und das noch jährlich. Dann sollen die doch auf Fliesen und Erdarbeiten eine Luxussteuer erheben. Meine Herren; so langsam ticken diese Finanzbehörden doch nicht mehr richtig.

    Überhaupt ist es eine Raubrittermethode auf Besitz jährlich Steuern zu erheben; wozu zahlt man eigentlich Grundstückssteuern? Dafür das man den ganzen Kram mal kaufen durfte?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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