Umfrage
Deutsche mögen keine Machos

Eingebildet, überheblich, sexistisch – Machos kommen in Deutschland nicht gut an. 89 Prozent der Bundesbürger finden diesen Typ Mann „weniger“ oder „überhaupt nicht gut“. Zum Glück gibt es in Deutschland aber auch keine Machos mehr, zumindest wenn man der Selbsteinschätzung der männlichen Spezies Glauben schenkt.

HB HAMBURG. Fast 90 Prozent der Bundesbürger finden Machos nicht gut. 61 Prozent der Befragten stünden ihnen sogar vollkommen ablehnend gegenüber, wie das Wissenschaftsmagazin „P.M.“ unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage berichtet. Als typische Eigenschaften werden demnach Imponiergehabe, Überheblichkeit und Sexismus genannt. Und die Mehrheit der deutschen Männer sieht sich selbst nicht in dieser Rolle.

Der Umfrage zufolge gibt es fast niemanden, der Machos „sehr gut“ findet (unter 0,5 Prozent). Lediglich sieben Prozent fänden sie „gut“. Dabei sinkt die Akzeptanz mit dem Alter: Während Machos lediglich bei rund der Hälfte der jüngsten Befragten durchfallen, gilt dies für drei Viertel der Befragten im Alter über 50 Jahre.

Nach den Eigenschaften eines typischen Machos gefragt, nannten 81 Prozent der Befragten Imponiergehabe. Ferner zeichne sich ein Macho durch Überheblichkeit (74 Prozent), die Unterdrückung von Frauen (65 Prozent) und Stolz (63 Prozent) aus. Dabei zeigen sich jedoch Unterschiede beim Alter: Über 50-Jährige verbinden Machismo deutlich häufiger mit Überheblichkeit (77 Prozent) als die 14- bis 29-Jährigen (64 Prozent). Diesen fällt hingegen mit 76 Prozent bei diesem Begriff deutlich häufiger „Sex mit wechselnden Partnerinnen“ ein. Nur gut die Hälfte der älteren Befragten denkt daran.

Die deutschen Männer möchten sich diese Eigenschaften offenbar nicht anheften: 68 Prozent der Befragten würden sich überhaupt nicht als Macho bezeichnen. Diese Selbsteinschätzung ändert sich mit dem Alter. Während sich bei den jungen Männern noch jeder sechste „voll und ganz“ als Macho sieht, ist es bei den Männern über 50 Jahren nur noch ein Prozent. Im Osten bezeichnet sich kein Mann als Macho, im Westen sind es zehn Prozent.

Die Partnerinnen bewerten das Verhalten ihrer Männer anders: Während nur neun Prozent der in einer Beziehung lebenden Männer sich selbst als Macho bezeichnen, charakterisieren 14 Prozent der Frauen ihren Partner als solchen. Ansonsten gilt, je älter die Frauen sind, desto weniger empfinden sie ihren Mann als Macho. Bei den unter 30-Jährigen bezeichnet noch jede vierte ihren Partner als Macho, bei den über 50-Jährigen sind es nur noch halb so viele.

Für die Umfrage befragte das Marktforschungsinstitut mindline media 500 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren in Deutschland.

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