Umfrage
Deutsche werden immer ungläubiger

Wenn der deutsche Papst Benedikt XVI. im August nach Köln kommt, reist er in ein Land, in dem die Hälfte der Bevölkerung nicht an Gott glaubt. Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zeigen auch, dass zahlreiche Kirchenmitglieder in Wahrheit nicht gottesfürchtig sind.

HB HAMBURG. Nur 50 Prozent der Befragten bekannte, an Gott zu glauben, heißt es in der Emnid-Umfrage im Auftrag des Magazins „Cicero“. Als Atheist bezeichnete sich etwa ein Viertel (24 Prozent). Ebenfalls ein Viertel (26 Prozent) hat keine feste Meinung, ob es Gott gibt oder nicht gibt.

In Deutschland gehören etwa zwei Drittel (65 Prozent) der Bevölkerung der katholischen oder evangelischen Kirche an. Erhebliche Unterschiede gab es dabei zwischen den alten und den neuen Bundesländern. Während 55 Prozent der Westdeutschen sagten, dass sie gläubig sind, waren es im Osten nur 30 Prozent. Hier lag mit 48 Prozent auch der Anteil der Atheisten, die die Existenz Gottes bestreiten, deutlich höher.

Die meisten bekennenden Christen gab es mit 60 Prozent bei den Anhängern der Unions-Parteien, gefolgt von den Grünen (48 Prozent) und der FDP (45 Prozent). Der Anteil der Nicht-Gläubigen war bei der Linkspartei mit 47 Prozent am größten. Frauen sind der Umfrage zufolge deutlich gläubiger (57 Prozent) als Männer (42 Prozent).

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