Umstrittene Satire
„Borat“ bringt Murdoch hohe Rendite

Das Hollywood-Studio 20th Century Fox des Medientycoons Rupert Murdoch fährt mit der umstrittenen Satire „Borat“ eine Traumrendite ein. Der preiswerte Streifen war der weltweit erfolgreichste Film am vergangenen Wochenende.

hps DÜSSELDORF. Die Produktion einer erfundenen Dokumentation des kasachischen Fernsehreporters „Borat“ auf seiner Reise durch die USA kostete lediglich 18 Mill. Dollar. Nach Unternehmensangaben spielte die schräge Produktion des 35-jährigen britischen Komikers Sacha Baron Cohen allein zwischen Freitag und Sonntag etwa 44 Mill. Dollar ein. Allein in den USA und Kanada wurden Kinokarten für 29 Mill. Dollar verkauft. Auch in Deutschland ist der Streifen ein Überraschungserfolg. Bereits in der ersten Woche setzte sich „Borat“ mit einem Einspielergebnis von 2,1 Mill. Euro an Platz zwei der deutschen Kinocharts.

Der Film ist wegen seiner diskriminierenden Dialoge, die beispielsweise Vorurteile gegen Sinti und Roma bedienen, umstritten. Bereits vor dem Kinostart hatten Interessenverbände sowie die Regierung von Kasachstan protestiert. Offenbar hat der öffentliche Streit um den Inhalt dem Film werbestrategisch eher genutzt als geschadet. Derzeit läuft „Borat“ in bereits über 2 500 Kinos in Nordamerika. Eine Woche zuvor waren lediglich 800 Kopien im Umlauf.

Das Hollywood-Studio 20th Century Fox ist eine Tochter des Medienkonzerns News Corp. Bisher belegt das Filmunternehmen nach Angaben des Marktforschungsunternehmen Nielsen mit einem Marktanteil von 14 Prozent den dritten Platz in den USA. Branchenprimus ist Sony Pictures („Da Vinci Code“) mit knapp 18 Prozent. Die Tochter des japanischen Elektronikkonzerns wird womöglich trotz der Aufholjagd von Fox ihren Vorsprung noch ausbauen können. In der kommenden Woche startet Sony den neuen James Bond-Film „Casino Royale“.

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