Umstrittener Abriss: Palast der Republik verliert Fassade

Umstrittener Abriss
Palast der Republik verliert Fassade

Am Montag hat am Palast der Republik der Abbau der Fassade begonnen. Hinter Schutzplanen und von außen nicht sichtbar wurden auf der Rückseite des einstigen DDR-Renommierbaus die ersten Glasscheiben demontiert. Bauleiter Michael Möller schätzt, dass die komplette Entfernung der goldbraunen Spiegelfassade voraussichtlich bis Ende Mai, Anfang Juni dauern wird. Bis Ostern 2007 soll der heiß umstrittene Abriss des Palasts abgeschlossen sein.

HB BERLIN. Insgesamt sind 500 Tonnen Glas, 20 000 Tonnen Stahl und 56 000 Tonnen Beton abzutragen. Bei der Demontage der Glasfassade ist „fast alles Handarbeit“, wie Möller sagte: Die Scheiben sind in Kassetten in die Fassade eingelegt.

Zunächst werden die Halter abgeschraubt, dann die Scheiben mit Hilfe von Saugnäpfen nach innen abgehoben. Sie werden falls notwendig von Asbestresten gereinigt, in Containern zwischengelagert und dann entsogt. Die Hauptarbeit, der Abbau des Stahlgerüsts, kann Möller zufolge nicht vor Juni beginnen. Zunächst muss die gigantische unterirdische Betonwanne, in der der Bau ruht, mit Sand verfüllt werden. Das soll verhindern, dass die vom Palast-Gewicht befreite Wanne nach oben treibt, der Grundwasserspiegel steigt und benachbarte Bauten wie der Berliner Dom in Mitleidenschaft gezogen werden.

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