Umweltexperten befürchten langfristige Folgen
Giftwelle fließt langsamer Richtung Russland

Die Umweltkatastrophe auf dem Songhua Fluss in Nordostchina hat das Grenzgebiet zur Russland bisher nicht so schwer betroffen wie zuvor die Millionenstadt Harbin. Diese wiederum hat das Schlimmste erst einmal überstanden.

HB HARBIN/CHABOROWSK. In der Stadt Jiamusi und anderen Kreisen berichteten die Behörden am Mittwoch, dass die Wasserversorgung nicht unterbrochen werden müsse, weil meist Grundwasser für ihr Leitungswasser benutzt werde. Flusswasser wurde an einigen Orten wie im Kreis Mulan nur für Heißwasserheizungen genommen. Umweltexperten untersuchten aber den Schaden für die Fischpopulation, die Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung auf dem Lande, die Fischzucht und Rückstände in landwirtschaftlichen Produkten, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

In Harbin wurden derweil die Schulen am Mittwoch wieder geöffnet, tags zuvor war auch schon die fünf Tage unterbrochene Wasserversorgung wiederhergestellt worden. Der chinesische Gesundheitsminister Gao Qiang mahnte aber, das austretene Gift, darunter krebserregendes Benzol, werde noch längere Zeit ein „großes Problem“ bleiben.

Der Unfall in einem Chemiewerk in Nordostchina habe gezeigt, dass dringend Notfallpläne gebraucht würden, die dann auch effektiv umgesetzt werden müssten, erklärte Gao am Mittwoch. Der 80 Kilometer lange Giftteppich hat inzwischen die Stadt Yilan erreicht und treibt weiter in Richtung Russland. Der Songhua fließt in den Fluss Heilong, der in Russland Amur heißt.

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